Jun 21, 2022 08:02 Europe/Berlin
  • Iran: Wir warten ob neue südkoreanische Regierung seriös bezüglich iranischer Vermögenswerte handelt

Teheran (ParsToday) - Iran wird der neuen Regierung in Südkorea Zeit geben zu handeln und iranische Gelder im Wert von Milliarden Dollar, die angeblich wegen der amerikanischen Sanktionen gegen Iran im Land blockiert sind, zurückzugeben, so der Sprecher des iranischen Außenministeriums in Teheran.

Said Khatibzadeh sagte am Montag, dass Iran immer noch auf konkrete Maßnahmen Südkoreas für die Rückzahlung von Schulden in Höhe von mehr als 7 Milliarden US-Dollar warte, welche das Land Iran für Rohölimporte schulde, die vor der Verhängung der US-Sanktionen gegen Teheran im Jahr 2018 stattfanden.

Er fügte hinzu, Iran erwarte, dass Seoul die geschuldeten Gelder entrichte, so wie es der Irak in der vergangenen Woche getan habe, als er rund 1,7 Milliarden Dollar seiner Energiezahlungsrückstände an Teheran erstattete.

„Wir geben der neuen Regierung Südkoreas Gelegenheit, praktisch zu zeigen, welche konkreten Maßnahmen sie ergreifen wird, wie es unsere Freunde in der Region tun, um ihre Schulden bei Iran zurückzuzahlen“, sagte er während seiner wöchentlichen Pressekonferenz.

Die neue Regierung in Seoul, die im vergangenen Monat ihr Amt antrat, habe versprochen, im Umgang mit den blockierten Geldern einen anderen Ansatz zu verfolgen als die vorherige Regierung, die sie als „unzuverlässig“ bezeichnete, so Khatibzadeh.

Der südkoreanische Außenminister Park Jin sagte letzte Woche während einer Pressekonferenz in Washington, dass Seoul versuchen werde, sowohl mit Iran als auch mit den USA über die blockierten Gelder zu sprechen.

Südkorea hoffe, dass ein Durchbruch bei den internationalen Bemühungen zur Wiederbelebung des Atomabkommens mit Iran, bekannt als JCPOA, zu einer Aufhebung der Sanktionen gegen Iran führen und Seoul die Rückführung der Gelder ermöglichen werde.

Die Bemühungen um die Wiederbelebung des Atomabkommens mit Iran sind seit mehreren Monaten ins Stocken geraten, was Iran als Mangel an Entschlossenheit auf Seiten Washingtons bezeichnet, das an den Gesprächen zur Wiederbelebung des JCPOA beteiligt ist, jedoch selbst durch seinen Ausstieg aus dem internationalen Vertrag 2018, die derzeitigen Probleme verursacht hat.

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