Jul 20, 2022 08:51 Europe/Berlin
  • Revolutionsführer bei Treffen mit Putin: Amerikaner müssen aus Region östlich des Euphrat in Syrien ausgewiesen werden

Teheran (ParsToday) - Das geehrte Revolutionsoberhaupt ist am Dienstagabend in Teheran mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammengetroffen.

Ayatollah Khamenei betonte bei diesem Treffen, dass die globalen Ereignisse eine bilaterale und zunehmende Zusammenarbeit zwischen Iran und Russland notwendig machten, und fügte hinzu: "Es gibt viele Vereinbarungen und Verträge zwischen unseren beiden Ländern, wie im Öl- und Gassektor, und die müssen weiter verfolgt und umgesetzt werden."

Er bezeichnete die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Iran und Russland, insbesondere nach den westlichen Sanktionen, als notwendig und vorteilhaft für beide Länder. Zu den Ereignissen in der Ukraine sagte er: "Krieg ist ein hartes und schwieriges Feld, und die Islamische Republik Iran ist in keinster Weise froh darüber, dass die einfachen Leute darunter leiden, aber im Fall der Ukraine würde die andere Seite einen Krieg aus eigener Initiative auslösen, wenn Sie nicht die Initiative ergreifen."

Der Revolutionsführer betonte, dass der Westen ein starkes und unabhängiges Russland völlig ablehne, und bezeichnete die NATO als eine gefährliche Vereinigung. Hinzufügend sagte er: "Wenn der Weg zur NATO offen ist, kennt sie keine Grenzen, und wenn sie nicht in der Ukraine gestoppt wird, würde die NATO irgendwann später unter dem Vorwand der Krim diesen Krieg beginnen."

Er bezeichnete die Syrien-Frage als sehr wichtig und betonte die Position der Islamischen Republik Iran, sich einem militärischen Angriff auf dieses Land zu widersetzen, und die Notwendigkeit, diesen zu verhindern: „Ein weiteres wichtiges Thema bei der Syrien-Frage ist die Besetzung der fruchtbaren und ölreichen Gebiete östlich des Euphrat durch die Amerikaner. Dieses Problem sollte gelöst werden, indem sie aus diesem Gebiet vertrieben werden."

Ayatollah Khamenei verurteilte die Einmischung des zionistischen Regimes in die Angelegenheiten der Region und lobte die jüngsten Positionen des russischen Präsidenten gegenüber den Zionisten.

Er hob außerdem die Bedeutung der Wachsamkeit gegenüber den Täuschungen des Westens hervor und ergänzte: "Die Amerikaner sind sowohl anmaßend als auch gerissen, und einer der Faktoren des Zusammenbruchs der ehemaligen Sowjetunion war die Täuschung mit der amerikanischen Politik."

An Putin adressiert sagte er: "Natürlich hat Russland während Ihrer Zeit seine Unabhängigkeit bewahrt."

Das geehrte Revolutionsoberhaupt befürwortete auch die politische Maßnahme, die nationalen Währungen in den Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern zu nutzen und andere Währungen anstelle des Dollars zu verwenden, und fügte hinzu: "Der Dollar sollte schrittweise aus den globalen Transaktionen entfernt werden."

Bei diesem Treffen in Teheran sagte der russische Präsident zu den Ereignissen in der Ukraine: „Niemand ist für Krieg, und der Verlust von Menschenleben ist eine große Tragödie, aber das Verhalten des Westens hat uns keine andere Wahl gelassen, als zu reagieren.“

Er nannte die Faktoren und Wurzeln der Differenzen zwischen Russland und der Ukraine, insbesondere die provokativen Aktionen des Westens und der USA in den letzten Jahren, einschließlich des Staatsstreichs in der Ukraine, sowie die Expansionspolitik der NATO, entgegen ihren früheren Verpflichtungen, jedes Vordringen in Richtung Russland zu vermeiden, und fügte hinzu: "Die europäischen Länder sagten, sie seien gegen die Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO, aber sie hätten dieser unter amerikanischem Druck zugestimmt, was ihren Mangel an Souveränität und Unabhängigkeit zeigt."

Unter Bezugnahme auf den Missbrauch des Dollar durch die USA als Instrument für Sanktionen und zur Plünderung anderer Länder bezeichnete der russische Präsident dieses Vorgehen als zu ihrem eigenen Nachteil welcher das globale Vertrauen in diese Währung schwäche und die Länder dazu zwinge, alternative Währungen zu verwenden. Er gergänzte: "Russland und Iran entwerfen neue Methoden zur Verwendung nationaler Währungen in den Beziehungen zwischen beiden Ländern."

Nachdem der russische Präsident die Positionen des Revolutionsführers in Bezug auf die Kaukasusregion begrüßte, bezeichnete er die Stellungnahmen beider Länder in der Syrien-Frage, einschließlich der Ablehnung eines militärischen Angriffs auf den Norden dieses Landes, als vollständig übereinstimmend und sagte: "Die Region östlich des Euphrat muß unter der Kontrolle der syrischen Streitkräfte stehen."

Er hob hervor, dass die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern in allen Bereichen und bei allen Projekten vorangehe und ergänzte: "Iran und Russland bekämpfen gemeinsam den Terrorismus in Syrien, und im militärischen Bereich versuchen wir, die Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern zu entwickeln, ebenso wie die Zusammenarbeit und die trilateralen Manöver mit China."