Aug 15, 2022 10:42 Europe/Berlin
  • Amir-Abdollahian: Drohsprache gegen Iran und Iraner bringt nichts

Teheran (Pars Today/Press TV) - Der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian hat die USA davor gewarnt, die Sprache der Gewalt zu nutzen, wenn sie sich an das iranische Volk wenden.

In einem Tweet am späten Samstag reagierte er auf die jüngsten Anschuldigungen der USA gegen Iran wegen einer erfundenen Verschwörung zur Ermordung des nationalen Sicherheitsberaters des ehemaligen Präsidenten Donald Trump, John Bolton.

"Die Geschichte hätte die USA lehren sollen, dass die Drohsprache gegen Iran und die Iraner nichts bringt", twitterte der iranische Diplomat.

Er fügte hinzu: "Vergebliche Ablenkungsversuche werden es den USA nicht erlauben, sich der Verantwortung für die Tötung von Tausenden iranischen und anderen Opfern bei ihrer Beteiligung an terroristischen Verbrechen in unserer Region zu entziehen".

History ought to have taught the US that language of threat against Iran and Iranians achieves nothing. Futile attempts at deflection won't allow the US to evade responsibility for the thousands of Iranian and other victims of its involvement in terrorist crimes in our region.

— H.Amirabdollahian امیرعبداللهیان (@Amirabdolahian) August 13, 2022

Das US-Justizministerium hat am Mittwoch einen als Shahram Poursafi identifizierten Mann beschuldigt, versucht zu haben, die Ermordung von Bolton als Vergeltung für die Ermordung des berühmten iranischen Anti-Terror-Kommandeurs General Qasem Soleimani durch die USA im Januar 2020 im Irak geplant zu haben.

Im jüngsten Szenario wurde Poursafi als Mitglied der iranischen Revolutionsgarden bezeichnet, der im Oktober 2021 versucht haben soll, Einzelpersonen in den Vereinigten Staaten eine Belohnung von 300.000 US-Dollar zu zahlen, um die Verschwörung entweder in Washington DC oder Maryland durchzuführen.

Bolton war ein entschiedener Befürworter der Ermordung des hohen iranischen Generals. Er unterstützt auch die Anti-Iran-Terroristengruppe Mujahedin-e-Khalq (MKO/Monafeghin), die berüchtigt dafür ist, in Europa und den USA Szenarien zu fabrizieren, um iranische Amtsträger zu belasten.

General Soleimani, Kommandeur der Quds-Brigade der iranischen Revolutionsgarden, und sein irakischer Grabenkamerad Abu Mahdi al-Muhandis, der Stellvertreter der irakischen Volksmobilisierungseinheiten (PMF), starben zusammen mit ihren Gefährten am 3. Januar 2020 bei einem US-Drohnenangriff.

Die beiden bekannten Anti-Terror-Kommandeure wurden in der gesamten Region für ihre maßgebliche Rolle bei der Bekämpfung der Terroristengruppe IS, insbesondere im Irak und in Syrien, enorm respektiert und bewundert. Der US-Angriff in der Nähe des internationalen Flughafens von Bagdad wurde vom damaligen Präsidenten Donald Trump genehmigt.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums Naser Kan'ani erklärte, dass es Washington nicht helfen werde, eine falsche Geschichte über eine Verschwörung zur Ermordung des berüchtigten ehemaligen nationalen Sicherheitsberaters der USA, John Bolton, zu erzählen, um seine eigenen Verbrechen zu beschönigen.

"Das Erfinden von Geschichten [über] ein politisch bankrottes Element, einen bekannten Terroristen und einen Putschisten gegen unabhängige Staaten, ist ein irreführender Versuch der USA, sich der internationalen Verantwortung zu entziehen", schrieb Kan'ani am Freitag in einem Beitrag auf seinem Twitter-Account. 

Fabricating stories re a politically bankrupt element, a known terrorist & a coup plotter against independent states, is a US deceptive bid to scape from int'l responsibilities.Such fanfares won't whitewash US regime's image, but makes Iranians & the world more resentful of it.

— Nasser Kanaani (@IRIMFA_SPOX) August 12, 2022

"Solches Getöse wird das Ansehen des US-Regimes nicht beschönigen, sondern die Iraner und die Welt noch mehr verärgern", fügte er hinzu.