Oct 14, 2016 11:11 Europe/Berlin
  • Beobachtungsstelle: 630 Tote in Syrien seit Ende der Waffenruhe im September/Assad macht Saudi-Arabien für Blutvergießen verantwortlich

London/Damaskus(euronews/sputnik/ParsToday)- Der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge seien seit dem Scheitern der Waffenruhe im September 630 Menschen getötet, darunter auch 123 Kinder.

Bei einem Autobombenanschlag im syrisch-türkischen Grenzgebiet, Asas, sind am Donnerstag Abend mindestens 15 Menschen getötet worden. Asas liegt in der besonders umkämpften Provinz Aleppo.

Bei jüngsten Gefechten wurden Aktivisten zufolge mindestens vier Kinder getötet. Terroristen  hatten demnach den von der syrischen Armee kontrollierten Westteil der Stadt angegriffen, dabei sei eine Granate in der Nähe einer Schule eingeschlagen, berichtete die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Syriens Präsident, Assad,  macht Saudi-Arabien für anhaltendes Blutvergießen in seinem Land verantwortlich.

Im Interview mit der russischen Zeitung Komsomolskaja Prawda sagte Assad: Um den islamischen  Radikalismus erfolgreich zu bekämpfen, müssen vor allem dessen Finanzquellen in Saudi-Arabien trockengelegt werden.

„Das Wichtigste ist, den Geldfluss von der saudischen Regierung sowie ihrer NRO und Institute zu stoppen, die die Ideologie der Vahhabiten  auf der ganzen Welt verbreiten. Man kann nicht sagen, dass man diese Ideologie bekämpfen will und es gleichzeitig ihren Scheichs und Imams ermöglichen, diese dunkle Ideologie in ihrer Medrese (Schule für islamische Wissenschaften) zu propagieren“, so Assad.

Dabei betonte der syrische Staatschef, man könne die „ideologischen Kämpfer“ nur auf eine Weise bekämpfen, und zwar indem man diese vernichtet.

„Es gibt keine andere Methode. Sie brauchen keinen Dialog. Und es ist auch keine Zeit mehr für den Dialog. Wir müssen unsere Bürger beschützen und deshalb die Terroristen vernichten. Aber das ist nicht genug. Das erinnert an Videospiele, wo sie immer wieder auftauchen. Man tötet einen Kämpfer und schon erscheinen zehn neue. Und es gibt kein Ende“, so Assad weiter.