Mrz 13, 2016 17:33 Europe/Berlin
  • Russlands Außenminister Sergej Lawrow bei einer Pressekonferenz zu Russlands Außenpolitik am 26. Januar 2016
    Russlands Außenminister Sergej Lawrow bei einer Pressekonferenz zu Russlands Außenpolitik am 26. Januar 2016

Moskau (IRIB) - Laut dem russischen Außenminister hat Moskau Belege über die Präsenz türkischer Militäreinheiten in Syrien.

Der rusischen Nachrichtenagentur Ria Novosti am Sonntag zufolge nannte Lawrow den türkischen Schritt an ihrer Grenze zu Syrien als allmählichen Vormarsch nach Syrien.

Russland fordert außerdem die UNO auf, Kurden zu Syrien-Friedensgesprächen nach Genf einzuladen und gegenüber den türkischen Forderungen nicht kurz zu kommen.

Dem russischen Außenminister zufolge ist Moskau bereit, bei der Befreiung von Raqqa mit den USA zu kooperieren.

Es sind mittlerweile fünf Jahre seit den Unruhen in Syrien, die mehrere Tausend Opfer und Millionen Füchtlinge hinterließen.

Die USA und Russland hatten sich im Februar auf einen Waffenstillstand geeinigt, der am Samstag, dem 27. 02., um 0.00 Uhr Ortszeit beginnen soll.

Die Waffenruhe hatte das Ziel, den Weg für die Wiederaufnahme der Anfang Februar ausgesetzten Genfer Friedensgespräche zu ebnen. Ausgenommen von der Feuerpause sind die Terrormiliz IS und die Al-Nusra-Front, syrischer Al-Kaida-Ableger.

Russland hatte vorher die Türkei vor Sabotage der Feuerpause gewarnt.

Die Türkei startete im Februar Angriffe auf Stellungen der Kurden-Miliz Volksverteidigungseinheiten(YPG) und die „Partei der Demokratischen Union“(PYD).

Die Türkei sieht in PYD und ihrem militärischen Arm (YPG) diese Partei Verbündete der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die seit 1980 für einen unabhängigen kurdischen Staat innerhalb des türkischen Territoriums kämpft.

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