Mrz 29, 2018 09:16 Europe/Berlin
  • Tel Aviv erteilt zionistischen Siedlungsbewohnern Schusserlaubnis

Tel Aviv (IRNA) - Die Armee des israelischen Regimes hat jüdische Siedlungsbewohner aufgefordert, sich anlässlich der Palästinenserkundgebungen am Freitag - dem "Tag des Bodens" - mit Waffen auf das mögliche Eindringen von Gaza-Bewohnern in die besetzten Gebiete vorzubereiten.

Dies gab die palästinensische Nachrichtenagentur Maan am heutigen Donnerstag bekannt.

Dem Bericht zufolge bereiten sich die Palästinenser auf eine Kundgebung am Freitag vor. Der sogenannte "Marsch der Rückkehr" soll an fünf Punkten nahe des Gazastreifens starten. Dabei wollen die Bewohner des Küstenstreifen in die Dörfer zurückzukehren, die sie 1948 verlassen mussten.

Der Marsch werde friedlich und ohne Waffen erfolgen, hieß es seitens der Veranstalter.

Die israelische Armee hat ihre Vorkehrungen zum Gazastreifen nun verstärkt. Wie der Stabschef des Militärs, Gadi Eizenkot betonte, dürfen Armee-Schützen das Feuer auf Palästinenser eröffnen, sobald diese sich der Grenze nähern oder das Leben der Scharfschützen in Gefahr ist. Für den Marsch der Rückkehr habe man hunderte Scharfschützen aus Spezialeinheiten abgezogen, so Eizenkot weiter. Auf jegliche Gefahr werde mit Schüssen reagiert.

Seit dem Jahr 1976 wird der 30. März als "Tag des Bodens" begangen. Er richtet sich gegen die Landenteignung der arabischen Bevölkerung durch Israel am 30. März 1976, bei der das zionistische Regime tausende Hektar des palästinensischen Territoriums beschlagnahmt hatte. Die Maßnahme ist überall auf der Welt auf den Zorn der Palästinenser gestoßen.