Aug 14, 2018 10:13 Europe/Berlin
  • HRW fordert Prozess für Angreifer auf Demonstrationen in Ägypten 2013

New York (ParsToday) - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat einen Prozess für diejenigen Verantwortlichen und Sicherheitskräfte gefordert, die bei der Niederschlagung der Demonstrationen 2013 Hunderte Menschen töteten.

HRW forderte Ägypten am Montag auf, Gerechtigkeit für die Opfer der blutigen Angriffe auf die Demonstranten 2013 walten zu lassen und denjenigen, die bisher noch nicht von den Justizbehörden strafrechtlich verfolgt wurden, den Prozess zu machen.

Am 14. August 2013 stürmten ägyptische Sicherheitskräfte die Protestlager von Unterstützern des ersten demokratisch gewählten und vom Militär gestürzten Staatspräsidenten Ägyptens, Mohammed Mursi. Die Sicherheitskräfte handelten im Auftrag der seit dem Militärputsch vom 3. Juli 2013 vom Militärratschef Abd al-Fattah as-Sisi installierten, anti-islamischen und nicht gewählten Übergangsregierung. Beobachter berichten von Massakern an den Protestteilnehmern seitens der Armee, von willkürlichen Verhaftungen und Folterungen. Ausländische Journalisten sprachen von gezielten Schüssen der Soldaten auf sich und Kollegen.

HWR bezeichnete die Vorfälle als 'größtes Massaker in der zeitgenössischen ägyptischen Geschichte.'

Seither wurden Hunderte Mursi-Anhänger oder Muslim-Brüder in Massenprozessen verurteilt, was von Menschenrechtsorganisationen als übereilt und ungerecht kritisiert wurde.

Die HRW-Regionaldirektorin für den Nahen Osten Sarah Leah Whitson  hat in einer Erklärung geschrieben, dass es 5 Jahre nach diesem Massaker, die einzige Antwort der ägyptischen Verantwortungsträger sei, den Verantwortlichen für das Massaker Schutz zu geben.

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