Oct 16, 2018 16:59 Europe/Berlin
  • AI kritisiert Frankreich wegen Waffenverkaufs an Ägypten

London (ParsToday/AFP) - Amnesty International, AI, hat die französische Regierung wegen Rüstungsgeschäften mit Ägypten kritisiert und beschuldigt Paris, gegen die Waffenexportbestimmungen der Organisation verstoßen zu haben.

Am heutigen Dienstag hat AI in einer Erklärung bekannt gegeben, dass Paris durch die Lieferung militärischer Ausrüstungen und Waffen an Kairo in den Jahren 2012 bis 2015, die bei der gewaltsamen Niederschlagung der Demonstranten eingesetzt wurden, die internationalen Gesetze verletzt habe.

Die Europäische Union hatte ihre Mitglieder im Jahr 2013 aufgefordert, Waffenexporte nach Ägypten zu unterbinden, aber Amnesty International teilte mit, dass Frankreich, Deutschland, Bulgarien, Zypern, Spanien, Ungarn, Italien, Polen, die Tschechische Republik, Rumänien, das Vereinigte Königreich und die Slowakei diese EU-Richtlinie ignorierten.

Dem Bericht zufolge ist Frankreich seit 2013 zum Hauptlieferanten bezüglich verschiedenster Waffen und militärischer Ausrüstungen für Ägypten geworden, und Paris hat diesbezüglich noch die USA dabei überholt.

Die Vorwürfe gegen Frankreich erfolgten nach der Analyse von zwanzig Stunden Videomaterial, hunderten von Fotos und 450 Gigabyte Bildmaterial von lokalen Menschenrechtsgruppen.

 

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