Sep 22, 2019 13:13 Europe/Berlin
  • Pelosi gegen Entsendung von US-Truppen nach Westasien

Washington (ParsToday) - Die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi hat die Entscheidung der US-Regierung, weitere Soldaten nach Westasien zu schicken und den Waffenverkauf an Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zu beschleunigen, als eine falsche Maßnahme beschrieben.

Pelosi schrieb in einer Erklärung, die am Sonntag früh auf der Webseite des Repräsentantenhauses veröffentlicht wurde, der Plan von US-Präsident Donald Trump sei der jüngste Versuch der Regierung, um den Willen des Kongresses umzugehen und hätte Nachteile für die USA.

Sie erinnerte außerdem die US-Regierung daran: "Der Kongress und der Senat haben kürzlich eine Resolution verabschiedet, die den Verkauf von Waffen an Saudi-Arabien und die VAE verbietet und die anhaltende saudische Aggression gegen das jemenitische Volk verurteilt, aber die Regierung ignoriert sie."

Die Amerikaner seien müde vom Krieg und hätten kein Interesse für einen weiteren Krieg in Westasien, erklärte die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses weiter. "Präsident Trump hat seine Augen geschlossen vor der anhaltenden Gewalt Saudi-Arabiens gegen die unschuldigen Jemeniten, dem schrecklichen Mord an Jamal Khashoggi sowie dem klaren Verstoß gegen die Menschenrechte", erklärte sie.

Auch die amerikanische Zeitung Washington Post kritisierte die Entscheidung Trumps und schrieb, die Verteidigung der Öl-Quellen sei ein großes Problem für die saudische Regierung und sei für die USA nicht mehr eine strategische Pflicht wie früher.

The Washington Post beschuldigte in ihrem Bericht außerdem den US-Präsidenten die der Interessen des Landes zu gefährden und fügte hinzu: "Er stieg aus dem umfassenden gemeinsamen Aktionsplan (JCPOA) aus, obwohl Iran ihn umsetzt, während er Saudi-Arabien unterstütz, das durch die Bombardierung des Jemen zur Tötung von tausenden Zivilisten geführt hat."

Photo: Jemenitischer Drohnenangriff auf das saudische Öl-Konzern Aramco

Nach dem Angriff auf saudiarabische Öl-Anlagen haben die USA die Verlegung von Truppen nach Saudi-Arabien angekündigt. Der Schritt gehe auf eine Bitte der Regierung in Riad zurück, erklärte US-Verteidigungsminister Mark Esper am Freitag. Wieviele US-Soldaten genau verlegt werden sollen, wurde zunächst nicht bekannt gegeben. US-Generalstabschef Joe Dunford sagte, es handle sich um eine "moderate" Verstärkung, bei der es nicht um tausende Soldaten gehe. Die genaue Zahl der zusätzlichen Soldaten nannte er nicht, auch machte er keine Angaben zu deren Bewaffnung.

Die jemenitische Armee hat am Samstag letzter Woche als Antwort auf die Verbrechen der Koalition unter saudi-arabischer Führung im Jemen, die Aramco-Ölanlagen in Bakiak und Churais mit 10 Drohnen angegriffen, infolgedessen Saudi-Arabien die Öl-Produktion um 50 Prozent drosselte.

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