Oct 16, 2019 09:09 Europe/Berlin
  • Viele Länder setzen militärische Exporte in Türkei aus

Ankara (ParsToday/IRNA) - Aus Protest gegen die türkischen Angriffe in Nordsyrien setzen viele Länder ihre Waffen- und Rüstungsexporte in die Türkei aus.

Das kanadische Außenministerium hat am Dienstag in einer Erklärung die türkischen Angriffe auf den Nordosten Syriens verurteilt und bekannt gegeben, dass das einseitige Vorgehen der Türkei eine Bedrohung für die Stabilität der Region sei und die humanitäre Krise verschlimmere. Aus diesem Grund setze man die Waffenexporte in die Türkei aus.

Auch Schweden stellte die Rüstungsexporte an die Türkei wegen der türkischen Angriffe auf Nordsyrien ein, erklärte das "Sonderbüro für die Überprüfung strategischer Güter" in Stockholm. 2018 hat Schweden Waffen- und Rüstungsgüter im Wert von 30 Millionen Euro in die Türkei exportiert, eine beispiellose Summe.

Der britische Außenminister Dominic Raab erklärte am Dienstag, dass es unter den derzeitigen Umständen keine neuen Lizenzen für den Export von Rüstungsgütern in die Türkei geben werde.

Sein italienischer Amtskollege Luigi Di Maio gab am Dienstag im Parlament des Landes ebenso bekannt, dass die italienische Regierung den Waffenexport an die Türkei aufgrund der türkischen Angriffe in Nordsyrien verbiete.

"Die Krise in Syrien muss auf diplomatischem Wege gelöst werden", so Di Maio.

Zuvor schon hatten Frankreich, Deutschland, Finnland, Norwegen, die Niederlande und die Tschechische Republik ihre Waffen- und Rüstungsexporte in die Türkei gestoppt, aufgrund deren Militäroperation in Nordsyrien.

Am Mittwoch dem 9. Oktober 2019 hat die türkische Armee ihre Angriffe auf syrischen Boden unter dem Vorwand der "Terrorismusbekämpfung und Säuberung des Grenzgebietes von kurdischen Milizen", die Ankara als Terroristen ansieht, begonnen.

Die türkische Militäroperation wurde international und regional stark verurteilt.

 

 

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