Oct 19, 2019 10:28 Europe/Berlin
  • Ankunft von vier Tankern im Jemen – Saudische Koalition greift Hilfskonvoi an

Sanaa (ParsToday/IRNA) – Nach Angaben der jemenitischen Ölgesellschaft sind vier Treibstoffschiffe im Hafen von al-Hudaida im Westen Jemens angekommen.

Die Ölgesellschaft Jemens teilte am Samstagmorgen mit, dass der mit Benzin beladene Tanker "Aston 1", der mit Diesel beladene Tanker "Monitor" und die Schiffe „Seeheart“ und „Majnoon2, die seit etwa einem Monat vor der Küste des Jemen beschlagnahmt wurden, den Hafen von al-Hudaida schließlich erreicht hätten. Diese Gesellschaft betonte, dass sechs weitere Öltanker in der Nähe des al-Hudaida-Hafens von der saudischen Koalition beschlagnahmt worden sind.

Zuvor hatte die jemenitische Ölgesellschaft in einer Erklärung gewarnt: "Wenn Saudi-Arabien weiterhin Öltanker daran hindert, in den Hafen von al-Hudaida in Jemen einzulaufen, droht eine weitere Katastrophe." In einer Erklärung verurteilte der Vorsitzende des Obersten Politischen Rates von Jemen, Mehdi al-Mashat, die Beschlagnahme der Tanker durch die arabische Koalition und warnte vor den Konsequenzen dieser Maßnahme.

Die saudisch-amerikanische Koalition übt starken Druck auf die Menschen im Jemen aus, indem sie Tankschiffe beschlagnahmt und sie daran hindert, in den Hafen von al-Hudaida im Jemen einzulaufen. Der Direktor des Welternährungsprogramms (WFP) für Jemen, Stephen Anderson, hatte kürzlich erklärt, 12 Millionen Jemeniten würden an der Grenze zu einer Hungersnot stehen.

Konvois mit humanitärer Hilfe auf dem Weg nach Jemen

Weitere Medienberichte meldeten den Angriff der saudischen Koalition auf Konvois mit Hilfsgütern im Jemen.

Die Nachrichten-Webseite al-Masirah berichtete am Freitag, Kampfjets der saudisch-geführten Kriegskoalition gegen Jemen hätten in den vergangenen 24 Stunden mehrere Hilfskonvois, die die Stadt Ad-Durayhimi im Westen Jemens erreicht hatten, unter Beschuss genommen. Zuvor schon hatten Kampfjets der saudischen Koalition Konvois mit humanitärer Hilfe zum Ziel genommen und diese in Brand gesetzt.

Laut Peter Maurer, Vorsitzender des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), sind 80 Prozent der Jemeniten auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Saudi-Arabien hat im März 2015 in Koalition mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen arabischen Ländern, und mit der Unterstützung der USA und ihrer Verbündeten Angriffe auf den Jemen gestartet und eine allseitige Blockade über das Land verhängt.

Seither wurden Zehntausende Jemeniten direkt durch die Angriffe getötet oder verletzt, darunter tausende Kinder. Außerdem steht das Land unter starkem Mangel an Nahrungsmitteln und Medizin.

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