Oct 20, 2019 12:02 Europe/Berlin
  • Die aus Syrien abgezogenen US-Truppen werden im Irak stationiert

Washington (IRNA) - Die aus Syrien abrückenden amerikanischen Truppen sollen laut den Worten des US-Verteidigungsministers im Westen Iraks eingesetzt werden.

Dort sollten die rund 1000 Soldaten den Feldzug gegen den IS fortsetzen, sagte Mark Esper am Samstag vor Reportern während seiner Reise nach Westasien. Der Truppenabzug laufe zügig weiter, er werde "Wochen, nicht Tage" dauern, fügte der US-Verteidigungsminister hinzu.

Die US-Truppen haben bisher die Städte Ein al-Araber, Ein Jesus, Raqqa, Mnabj und Ras al-Ayn verlassen. US-Präsident Donald Trump küdigte vor zwei Wochen den Abzug von den in Nordsyrien stationierten Soldaten aus dieser Region an.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron

 

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat nach eigenen Angaben auf seinem Twitter vom Abzug der US-Truppen aus Syrien erfahren. "Ich dachte, dass wir in der Nato seien, dass die Vereinigten Staaten und die Türkei in der Nato seien", sagte Macron am Freitag am Rande des EU-Gipfels in Brüssel. "Wie alle anderen habe ich über einen Tweet erfahren, dass die Vereinigten Staaten beschlossen haben, ihre Truppen abzuziehen." Macron sagte nicht, auf welche Twitter-Botschaft er sich bezog. 

Esper sagte außerdem, die mit der Türkei vereinbarte Waffenruhe für Nordsyrien werde "im Großen und Ganzen" eingehalten.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der US-Vizepräsident Mike Pence in Ankara

Aktuell haben sich die Türkei und die USA auf eine Waffenruhe in Syrien geeinigt. Die Türkei und die Kurden in Nordsyrien hingegen warfen sich gegenseitig die Verletzung der vereinbarten Waffenruhe vor.

Die Türkei hat die USA aufgerufen, ihren "Einfluss" zu nutzen, um den Abzug der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) aus Nordsyrien zu erreichen. "Uns liegt an diesem Abkommen", sagte der türkische Präsidentensprecher Ibrahim Kalin der Nachrichtenagentur AFP mit Blick auf die am Donnerstag erreichte Vereinbarung über eine fünftägige Waffenruhe, um den Abzug der YPG aus einer "Sicherheitszone" an der türkischen Grenze zu erlauben.

Nachdem Trump den Abzug von US-Soldaten aus Syrien verkündet hat, begann die Türkei eine Offensive unter dem Namen "Freidensquelle" gegen die Kurden, die zuvor von den USA unetrstütz wurde. Das Ziel sei die Bekämpfung der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und der Volksverteidigungseinheiten (YPG), teilte die Regierung in Ankara mit.

Viele europäischen Länder verurteilten den türkischen Angriff auf Nordsyrien und stoppten Waffenlieferung an dieses Land.

Kommentar