Oct 20, 2019 12:20 Europe/Berlin
  • UNO untersucht möglichen Einsatz von Chemiewaffen in Syrien

Den Haag (ISNA) - Die britische Zeitung The Guardian hat berichtet, dass die UNO-Inspektoren einen möglichen Einsatz von Chemiewaffen in Nordsyrien untersuchen werden.

Die UNO sammelt nach eigenen Angaben Beweise über einen möglichen Einsatz von weißen Phosphorbomben durch die türksiche Armee gegen die Zivilisten in Nordsyrien, schrieb The Guradian am Freitag.

Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) erklärte dem Bericht zufolge, sie sei sich über die Situation bewusst und sammle Informationen über den möglichen Einsatz chemischer Waffen. Der kurdische Rote Halbmond sagte in einer Erklärung, dass sechs Patienten, sowohl Zivilisten als auch Militärangehörige, mit Verbrennungen durch "unbekannte Waffen" im Krankenhaus in Hasakah waren. Der Rote Halbmond erklärte, diese Organisation könne den Einsatz chemischer Waffen nicht bestätigen und arbeite "mit unseren internationalen Partnern zusammen, um dieses Thema zu untersuchen".

Ein britischer Experte für chemische Waffen sandte Fotos von einem Kind mit einem schwer verbrannten Oberkörper in einem Krankenhaus an der Front, erklärte The Guardian.

Laut dem Zeitungsbericht hat die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) die Gültigkeit der Anschuldigungen noch nicht festgestellt. Die Lage in Nordsyrien werde verfolgt.

Die Kurden Syriens hatte auch zuvor der türkischen Armee den Einsatz verbotener Waffen vorgeworfen.

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