Oct 22, 2019 09:24 Europe/Berlin
  • Ärzte ohne Grenzen: Mehr als 5000 Syrer nach Irak geflüchtet

Genf (IRNA/FarsNews) - Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat bekannt gegeben, dass rund 5300 Syrer vor den türkischen Angriffen in Nordsyrien, in den Irak geflohen seien.

In ihrer Erklärung von Montag hieß es, dass in den vergangenen 6 Tagen täglich mehr als 500 Syrer, zumeist aus Ras al-Ayn und Qamishli in Nordsyrien, in den Irak geflüchtet seien.

Ärzte ohne Grenzen haben auf irakischem Boden im Lager in Bardarash zwei mobile Einrichtungen zur medizinischen Versorgung der Flüchtlinge errichtet.

„Die Menschen, die wir in der Aufnahmeeinrichtung empfangen, befinden sich in einem relativ guten Gesundheitszustand. Bisher haben wir noch keine Patientinnen und Patienten behandelt, die Kriegsverletzungen aufweisen", sagte Marius Martinelli, der Projektleiter von Ärzte ohne Grenzen.

Die Organisation beschrieb die aus der türkischen Operation resultierende Situation als "voller unerwarteter und sehr unstetiger Ereignisse."

Zuvor hatte Ärzte ohne Grenzen erklärt, dass ein Teil ihrer Aktivitäten in Nordsyrien wegen der türkischen Invasion in der Region eingestellt worden sei.

Die türkische Operation "Quelle des Friedens" in Nordsyrien begann am 9. Oktober 2019 auf Befehl von Recep Tayyip Erdogan unter dem Vorwand der "Terrorismusbekämpfung und Säuberung des Grenzgebietes von kurdischen Milizen", die Ankara als Terroristen und Verbündete der verbotenen türkischen Arbeiterpartei PKK bezeichnet.

Die Angriffe wurden gestoppt, nachdem die Türkei und die USA am Donnerstag einen fünftägigen Waffenstillstand in Nordsyrien vereinbart hatten.

Die türkische Militärinvasion in Nordsyrien hatte mit grünem Licht der US-Regierung und deren Truppenabzug begonnen.

 

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