Oct 23, 2019 10:17 Europe/Berlin
  • USA berichten über Rückzug kurdischer Milizen aus Nordsyrien

Ankara (IRNA/Fars News) - Das türkische Verteidigungsministerium hat am frühen Mittwochmorgen bekannt gegeben, die USA hätten Ankara mitgeteilt, dass die kurdischen Milizen sich vollständig aus der Sicherheitszone im Nordosten Syriens zurückgezogen hätten.

Maslum Abdi, ein Kommandeur der  kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG, hatte US-Vizepräsident Mike Pence in einem Schreiben darüber informiert. 

Das türkische Verteidigungsministerium hob am Mittwochfrüh hervor, dass derzeit kein Militäreinsatz mehr außerhalb des aktuellen Einsatzgebietes in Nordsyrien erforderlich sei.

Das türkische Verteidigungsministerium betonte in einer Erklärung, Ankara werde nie die Bildung eines terroristischen Korridors an den südlichen Grenzen des Landes zulassen. Die Türkei werde den Terrorismus weiterhin entschlossen bekämpfen.

Am Dienstag haben sich die Präsidenten der Türkei und Russlands bei einem Treffen in der südrussischen Hafenstadt Sotschi auf eine längere Waffenruhe für Nordsyrien geeinigt, und dabei einen 10-Punkte Plan über die Sicherheitslage in Nordsyrien unterzeichnet. Bei dem Krisengespräch ging es vor allem darum, wie die Lage im Norden Syriens nach dem Einmarsch türkischer Truppen normalisiert werden könne. 

Die von den USA mit der Türkei ausgehandelte Feuerpause, die am Dienstagabend enden sollte, wurde um 150 Stunden  (mehr als 6 Tage), bis kommenden Dienstag verlängert, wie der russische Aussenminister Sergej Lawrow nach dem sechsstündigen Treffen der Präsidenten Erdogan und Putin mitteilte. 

Die türkische Militäroperation unter dem Namen "Quelle des Friedens", begann am 9. Oktober 2019 unter dem Vorwand der "Terrorismusbekämpfung und der Säuberung des Grenzgebietes von kurdischen Milizen", die Ankara als Verbündete der PKK und somit Terroristen bezeichnet.

Die UNO teilte am Dienstagabend in einem Bericht mit, dass rund 180.000 Zivilisten, darunter 80.000 Kinder, nach der Invasion der Türkei in Nordsyrien vertrieben worden seien. Bei den türkischen Luftangriffen auf Nordsyrien sind dem UNO-Bericht zufolge auch Infrastrukturen sowie Dienstleistungs- und Gesundheitszentren zerstört worden.

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