Nov 12, 2019 15:42 Europe/Berlin

Nach dem erneuten völkerrechtswidrigen Einmarsch türkischer Truppen ins südliche Nachbarland Syrien hat sich die Lage nicht stabilisiert.

Die PKK-nahe Kurdentruppe YPG hat sich nicht überall zurückgezogen, wie zwischen Washington und Ankara vereinbart. Gleichzeitig kämpfen reguläre türkische Truppen und pro-türkische Anti-Assad-Milizen syrischer Abstammung gemeinsam gegen die syrische Armee, die bis zur türkischen Grenze vorgerückt ist, die weitere Ausdehnung der türkischen Besatzung zu verhindern. Hier kommt es ständig zu direkten Kämpfen zwischen beiden regulären Armeen: Türkei und Syrien. Russland und Iran, die einzigen beiden berechtigten staatlichen Gast-Akteure in Syrien, neben der ebenfalls berechtigten Hisbollah-Miliz, halten sich bei diesen Kämpfen stark zurück.

In Süd-Idlib gab es gestern große Artillerieüberfälle der türkisch gestützten Anti-Assad-Milizen, hier wird der Dauer-Kleinkrieg auf erhöhtem Niveau fortgesetzt. Doch auch im östlichen Deir-Es-Sor gibt es mehr Kampftätigkeit, weil YPG die IS-Restkontingente wieder stärker gewähren lässt. 

Und die US-Truppen mit ihren französischen und britischen Partnern halten weiterhin Ost-Syrien unter Kontrolle; ob die örtlichen Ölvorräte nun VOR IS beschützt werden oder FÜR IS - das bleibt in den westlichen Medien weiterhin Gegenstand der Propaganda.

Über diese unerfreuliche Entwicklung sprach Seyed Hedayatollah Schahrokny mit dem Bundesvorsitzenden der Neuen Mitte, Christoph Hörstel.

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