Nov 23, 2019 13:48 Europe/Berlin
  • USA - Haupthindernis für Regierungsbildung im Libanon

Beirut/Moskau (ParsToday) - Die USA sind nach den Worten des stellvertretenden Generalsekretärs der libanesischen Hisbollah das Haupthindernis für die Bildung einer neuen Regierung im Libanon und versuchen heimlich einen Marionettenstaat im Libanon zu bilden.

Naim Kassim wies am Freitagabend auf die Äußerungen des ehemaligen US-Botschafters in Beirut Jeffrey Feltman hin und sagte, die Vereinigten Staaten wollen in Libanon eine Regierung an die Macht bringen, die Washington erlaubt, sich in die inneren Angelegenheiten des Landes einzumischen.

Naim Kassim, Stellvertretender Generalsekretär der libanesischen Hisbollah

Feltman sagte vor kurzem im US-Kongress, dass Washington eine Regierung im Libanon suche, die den Interessen der USA am Besten entspricht.

Die Amerikaner wollen laut Kassim die öffentliche Meinung im Libanon manipulieren. Der Grund für die Verzögerung bei der Erzielung einer Lösung in der Libanon-Krise sei die Fortsetzung der US-Expansionspolitik, so der Vize-Generalsekretär der Hisbollah. 

 

Destruktive Rolle der USA im Libanon  

Russlands Botschafter in Beirut sprach von einer zersetzenden Rolle der USA im Libanon und bezeichnete die US-Sanktionen gegen das Land als einen Druckhebel. 

"Die Sanktionen der USA sind ein Druckmittel gegen die aktuelle Situation im Libanon, sowohl auf politischer, als auch auf wirtschaftlicher Ebene", so Alexander Sasypkin im Gespräch mit dem libanesischen Fernsehsender Al-Manar. Er fügte hinzu: "Einige ausländische Parteien versuchen, die Unzufriedenheit der Öffentlichkeit für die Gewährleistung ihrer Interessen und zur Umsetzung ihrer Pläne auszunutzen." 

Moskau arbeite laut Sasypkin mit der Internationalen Unterstützungsgruppe für Libanon zusammen, und ihre Mitglieder seien sich über die Notwendigkeit der Herstellung von Sicherheit und Stabilität in diesem Land einig. 

Seit dem 17. Oktober protestieren die Libanesen gegen die Misswirtschaft und verbreitete Korruption in ihrem Land. Die Proteste haben zum Rücktritt des libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri geführt.

Der libanesische Präsident hatte am Dienstag bei einem Treffen mit dem UNO-Koordinator für Libanon erklärt, das künftige Kabinett werde sich aus Vertretern der Demonstranten sowie Technokraten und Spezialisten zusammensetzen.

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