Dez 10, 2019 14:28 Europe/Berlin
  • Saudi-Arabien sieht für 2020 Haushaltsdefizit von 50 Mrd. USD vor

Riad (ParsToday/ PressTV) - Saudi-Arabien gab an, dass sein Haushaltsdefizit für das kommende Jahr zunehmen wird, da das arabische Königreich, der weltweit größte Ölexporteur, mit fallenden Ölpreisen und Produktionsrückgängen konfrontiert ist.

In einer offiziellen Erklärung vom Montag prognostizierte das staatliche Fernsehen, dass Saudi-Arabien für das nächste Jahr mit einem Haushaltsdefizit von 50 Milliarden US-Dollar konfrontiert ist. Das ist das siebte Jahr infolge. Im kommenden Jahr sind es jedoch 15 Milliarden US-Dollar mehr als zuvor.

Die Erklärung kam kurz nach einer Kabinettssitzung unter dem Vorsitz von König Salman bin Abdulaziz Al Saud. Es hieß, dass Riad die Ausgaben für 2020 senken werde.

Es wurden auch Ausgaben in Höhe von 272 Milliarden US-Dollar für das nächste Jahr prognostiziert, was einem Rückgang von 7,8 Prozent gegenüber den diesjährigen Schätzungen entspricht, während ein Umsatz in Höhe von 222 Milliarden US-Dollar erwartet wird, was ebenfalls einem Rückgang von 14,6 Prozent entspricht.

Letzte Woche haben die Organisation der Erdölexportländer (OPEC) und ihre Verbündeten zusätzliche Produktionskürzungen vereinbart, um die Preise zu stützen. Saudi-Arabien erzielt zwei Drittel seiner öffentlichen Einnahmen aus Öleinnahmen. Es hat sich aber auch zur
Unterstützung der Preise, zu größeren Produktionsreduzierungen verpflichtet.

Während der Kabinettssitzung sagte König Salman, Riad sei entschlossen, eine Diversifikation der Einkommensquellen für das arabische Königreich zu ermöglichen und sein Land von der Abhängigkeit von Öl abzuhalten.

Die Erklärung vom Montag entsprach der Ankündigung Riads Anfang November. Zu dem Zeitpunkt hatte der saudische Finanzminister Mohammed al-Jadaan erklärt, dass das Haushaltsdefizit im Jahr 2020 voraussichtlich von den 35 Milliarden US-Dollar im letzten Jahr, auf 49,8 Milliarden US-Dollar steigen wird. Dies sei auf niedrigeren Ölpreise zurückzuführen.

Dies bedeutet, dass das Haushaltsdefizit des arabischen Königreichs im nächsten Jahr auf 6,5 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) ansteigen wird, obwohl bislang 4,7 Prozent des BIP prognostiziert wurden.

Seit dem Zusammenbruch der Ölpreise im Jahr 2014, ist Riad jedes Jahr mit Haushaltsdefiziten konfrontiert.

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