Dez 12, 2019 13:17 Europe/Berlin
  • Tausende Jemeniten bei saudischen Luftangriffen getötet

Sanaa (ParsToday) - Bei den saudischen Luftangriffen auf den Jemen sind allein im Oktober 7.628 Menschen ums Leben gekommen.

Dies teilte das jemenitische Komitee für ausländische Beziehungen am Mittwoch mit.

Auch Jemens Gesundheitsminister Taha Ahmad al-Motavakel gab gestern bekannt, dass täglich rund 1.000 jemenitische Kinder bei den Luftangriffen saudischer Koalition sowie wegen der Unfähigkeit der internationalen Organisationen bei der Sendung von humanitären und gesundheitlichen Hilfen an die Jemeniten getötet werden.

Die Kampfjets der saudischen Koalition nehmen laut al-Motavakel direkt die Gesundheitseinrichtungen im Jemen unter Beschuss. Bisher seien allein 6.000 schwangere Frauen wegen mangelnder medizinischer Hilfe gestorben, sagte er. Der jemenitische Gesundheitsminister forderte zudem die Öffnung des Flughafens von Sanaa, damit der Empfang von humanitären Hilfen wieder ermöglicht werden kann.

Mehr als 90 Prozent der medizinischen Geräte und Ausrüstungen seien zerstört worden und die Patienten seien zum Tode verurteilt, fügte al-Motavakel hinzu.

Die saudischen Luftangriffe führten zur Flucht von zehntausenden Jemeniten in ihrem eigenen Land.

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) gab auch am Mittwoch auf ihrem Twitter bekannt, seit Beginn 2019 seien 393.000 Jemeniten auf der Flucht. Diese Organisation bezeichnete zudem die Lage der Flüchtlinge als schlimm und kündigte den Bau der vorübergehenden Unterkünfte für die jemenitischen Flüchtlinge gemeinsam mit dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) an.

Auch das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) beschrieb die humanitäre Situation im Jemen als "sehr bedauerlich" und warnte vor einer Hungersnot für 18 Millionen Jemeniten.

Der Jemen gehört zu den ärmsten Länder der Welt. Die von Saudi-Arabien geführte Kriegskoalition begann am 26.März 2015 ihre ergebnislosen Luftangriffe auf dieses Land, die nur Tod und Verletzung tausender Zivilisten zufolge hatte.

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