Dez 14, 2019 17:20 Europe/Berlin

Israels Regierungschef Netanjahu wird unter Druck seines Korruptionsverfahrens zunehmend zum Sicherheitsrisiko, weil er kein Mittel für seinen Machterhalt scheut.

Die Befürchtung ist, dass er seine Drohung wahrmacht, Israel in einen Krieg gegen Iran voranzuführen, in der Hoffnung, dass US-Präsident Trump ihn kurze Zeit später dabei unterstützt, weil dessen Wiederwahl stark von der Hilfe der zionistischen Lobby in USA abhängt. Bisher hatte Trump diesen Weg in den großen Nahost-Krieg abgelehnt, ebenso wie alle Vorgänger, doch nach den einseitigen US-Rechtsbrüchen um Jerusalem, Golan-Höhen und iranischen Atomvertrag mehren sich weltweit die Zweifel. Der Bundesvorsitzende der Neuen Mitte, Christoph Hörstel, erinnert: Trump-Vorgänger Obama musste monatlich einen US-Regierungsvertreter zu Netanjahu schicken („Bibi-sitting“), um sicherzustellen, dass der israelische Kriegstreiber nicht über die Stränge schlug. Netanjahu stehe zudem unter dem Einfluss seines Vaters, der die Theorie vertrat, dass eine Katastrophe im Nahen Osten die Wiederkehr des Messias einläute, sagt Hörstel. Mit Hörstel spricht Seyed Hedayatollah Schahrokny über die Kriegsgefahr in Nahost.

Kommentar