Jan 13, 2020 08:54 Europe/Berlin
  • Ayatollah Khamenei: Ursache für schlechte Lage der Region ist Korruption Amerikas und seiner Verbündeten

Teheran (ParsToday/PressTV) – Das Oberhaupt der Islamischen Revolution, Ayatollah Seyyed Ali Khamenei, sagt, dass die von den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten ergriffenen "korrupten Maßnahmen" die Hauptursache für die derzeitige Situation in der Region seien.

Das Revolutionsoberhaupt machte diese Äußerungen am Sonntag bei einem Treffen mit dem katarischen Emir Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani in Teheran und forderte die regionalen Länder auf, die Zusammenarbeit zu verstärken, um den US-Maßnahmen entgegenzuwirken.

In einem weiteren Teil seiner Ausführungen verwies Ayatollah Khamenei auf die guten politischen Beziehungen zwischen Iran und Katar und erklärte: "Die wirtschaftlichen Beziehungen der beiden Länder stehen nicht auf dem gleichen Niveau wie die politischen Beziehungen. Die Zusammenarbeit zwischen Iran und Katar sollte in gemeinsamen Interessengebieten ausgebaut werden."

"Die Islamische Republik Iran hat wiederholt angekündigt und Herr Präsident [Hassan Rouhani] hat auch ausdrücklich erklärt, dass Iran zu einer engeren Zusammenarbeit mit regionalen Ländern bereit ist", sagte Ayatollah Khamenei.

"Natürlich sind einige, die aus weit entfernten Gebieten in diese Region gekommen sind, nicht an einem Ausbau der Zusammenarbeit zwischen regionalen Ländern interessiert, aber dieses Thema geht sie nichts an, und die regionalen Länder und Nationen akzeptieren solche Schikanierungen und Einmischungen nicht mehr", so das Revolutionsoberhaupt.

Emir von Katar bei einem Treffen mit dem iranischen Revolutionsoberhaupt und Verantwortlichen des Landes

Während des Treffens, an dem auch der iranische Präsident teilnahm, wies der Emir auf die schwierige Lage in der Region hin und erklärte, er stimme den Ausführungen von Ayatollah Khamenei über die Notwendigkeit einer verstärkten regionalen Zusammenarbeit vollkommen zu.

"Katar glaubt, dass ein umfassender Dialog zwischen den regionalen Ländern stattfinden sollte", sagte Al Thani.

In Bezug auf seine Gespräche mit Präsident Rohani stellte er fest, dass beide Seiten sich einig seien, dass die Tagung der Gemeinsamen Kommission Iran-Katar innerhalb von drei Monaten abgehalten werden muss. Er äußerte die Hoffnung, dass die beiden Länder die wirtschaftlichen Beziehungen auf das gleiche Niveau der politischen Beziehungen ausweiten würden.

Der Emir von Katar würdigte abschließend die Unterstützung Irans für sein Land, insbesondere zur Zeit der von Saudi-Arabien angeführten Sanktionen gegen Doha. Damit spielte er auf eine Eskalation der Spannungen in der Region am Persischen Golf an, nachdem Saudi-Arabien, Bahrain, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) im Juni 2017 ihre diplomatischen Beziehungen zu Doha abgebrochen und ihr vorgeworfen hatten, „Terrorismus“ zu fördern und die Region zu destabilisieren. 

Das Quartett verhängte auch Sanktionen gegen Doha, einschließlich Beschränkungen für Flugzeuge aus Katar, die den Luftraum der vier Länder nutzten. Um den Druck auf Katar weiter zu verstärken, schloss Saudi-Arabien seine Landesgrenze zu seinem Nachbarn vollständig, wodurch ein Großteil der Nahrungsmittelversorgung von Katar gestört wurde. 

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