Jan 28, 2020 12:25 Europe/Berlin

US-Präsident Trump trifft sich im Weißen Haus mit seinem Freund, dem israelischen Regierungschef Netanjahu - beide stecken in gewaltigen Schwierigkeiten:

Trump mit seinem Amtsenthebungsverfahren, Netanyahu mit drei ernsten Korruptionsfällen - einer würde schon ausreichen, um ihn zu kippen. Mit dabei ist Oppositionschef und General Gantz, von dem die New York Times sagt, sein wichtigstes Wahlargument sei, dass er KEIN Korruptionsverfahren am Hals hat. Diese drei wollen über Menschen sprechen, die nicht ins Weiße Haus eingeladen sind, wie früher unter Clinton noch Yassir Arafat: die unterdrückten Palästinenser. Trump will bei dem Treffen seinen seit Monaten in der weltweiten Diskussion stehenden Nahost-Plan vorlegen, den angeblich sein Schwiegersohn, der Zionist Jared Kushner, aufgestellt hat. Jetzt gibt es jedoch seit einer eher gescheiterten ersten öffentlichen Vorstellung ausgerechnet im Unterdrückerstaat Bahrain mehrere Versionen, was genau genau der Plan auf exakt welche Weise regeln will. Eines ist klar: Es gibt kaum einen Palästinenser, der diesen Plan zur Auslöschung Palästinas unterstützt, Hamas hat bereits eine Intifada angekündigt. Denn der Plan bricht Völkerecht, Verträge und UN-Resolutionen gleich dutzendweise. Aber Washington ist solches Verhalten unter Trump schon gewöhnt, sagt Christoph Hörstel, Bundesvorsitzender der Neuen Mitte, im Gespräch mit Seyed Hedayatollah Schahrokny.

Kommentar