Feb 12, 2020 09:48 Europe/Berlin
  • Jemen: In weniger als einer Woche dritte saudische Spionagedrohne abgeschossen

Sanaa (ParsToday/PressTV) - Jemenitische Streitkräfte, die von den Volkskomitees unterstützt werden, haben das dritte unbemannte Luftfahrzeug der von Saudi-Arabien geführten Aggressor-Koalition in weniger als einer Woche abgefangen.

Das Medienbüro der Ansarollah-Bewegung berichtete unter Berufung auf eine ungenannte militärische Quelle, dass jemenitische Luftverteidigungskräfte die Drohne mit einer präzisionsgelenkten Rakete abgeschossen hätten, als sie am Dienstagabend in der südlichen Grenzregion von Saudi-Arabien über al-Malahiz, 966 Kilometer südlich der Hauptstadt Riad, flog.

Einem weiteren Bericht zufolge wehrten jemenitische Soldaten und ihre Verbündeten im Bezirk Hays in der westlichen jemenitischen Küstenprovinz Hudeida einen Angriff saudischer Streitkräfte und der von den Saudis unterstützten Milizen, die Jemens ehemaligem Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi treu sind, ab. Bei dieser Operation wurden Dutzende Soldaten der Angreifer verletzt und getötet.

Saudische Kampfflugzeuge führten ferner zwei Luftangriffe gegen ein Gebiet im Distrikt Khabb wa ash Sha'af in der nördlichen Provinz von Jemen, al-Jawf, durch. Es gab jedoch keine sofortigen Berichte über mögliche Opfer und das Ausmaß der verursachten Schäden.

Währenddessen wurden in der Ajasher-Wüste in der Region Jizan des saudischen Königreichs mehrere saudische Söldner bei einem Überraschungsangriff der jemenitischen Streitkräfte getötet und verletzt.

An anderer Stelle im Distrikt al-Dhaher in der nordwestlichen jemenitischen Provinz Saada wurden zwei Männer verletzt, nachdem saudische Truppen Artilleriegeschosse in Wohngebiete abgefeuert hatten.

Amnesty International fordert IStGH auf, Rolle Europas bei Jemen-Krieg zu untersuchen

Saudi-Arabien greift unter dem Vorwand der Zurückbringung von Abed Rabbo Mansur Hadi als jemenitischen Präsidenten, den Jemen seit März 2015 mit Unterstützung der USA, der Vereinigten Arabischen Emirate und einiger weiterer Länder, militärisch an und hat eine allseitige Blockade über das Land verhängt.

Die in den USA ansässige unabhängige Konfliktforschungsorganisation Armed Conflict Location and Event Data Project (Acled), schätzt, dass der Jemen-Krieg in den letzten fast fünf Jahren mehr als 100.000 Menschenleben gefordert hat.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als 24 Millionen Jemeniten dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter 10 Millionen, die unter extremer Hungersnot leiden.

Kommentar