Feb 15, 2020 15:06 Europe/Berlin

In der syrischen Ostprovinz Idlib braut sich ein Krieg zusammen, der auch in einen Weltkrieg münden kann:

Nachdem die syrischen Regierungstruppen die Hälfte der seit Jahren umkämpften Provinz wieder zurückerobert haben, hat der türkische Präsident Erdoğan mit Eingreifen gedroht, wenn diese syrischen Truppen nicht die ganze Provinz bis Ende Februar wieder räumen. 

Das wird die erfolgreiche Koalition mit Russland, Iran und Hisbollah vermutlich nicht tun. Jetzt geht’s also um die bange Frage, wie die Region aus dieser drohenden Konfrontation herauskommt. Tatsache ist: Truppen der vorerwähnten Provenienz befinden sich legal in Syrien, türkische, amerikanische, französische, britische und womöglich noch andere Einheiten eindeutig nicht. Washingtons Versuch ab 2011, die legitime Regierung Assad durch Schüren von Unruhe im Innern und Einsatz einer 40-60.000 Mann starken internationalen Milizentruppe zu verjagen, ist klar gescheitert; es gibt jedoch ein daraus herrührendes gravierendes Flüchtlingsproblem und weitere Schwierigkeiten. Im Gespräch mit Syed Hedayatollah Schahrokny macht der Bundesvorsitzende der Neuen Mitte, Christoph Hörstel, klar, dass Syrer und Türken den Schlüssel zum Frieden gemeinsam in ihren Händen halten - und wirbt für eine gerechte und vor allem nicht-militärische Lösung. Jetzt ruhen viele Hoffnungen auf dem bisher bewährten Krisenmanagement der beiden Präsidenten, Putin und Erdoğan.

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