Feb 24, 2020 07:54 Europe/Berlin

Al-Khalil (ParsToday/PressTV) - Es ist ein Video herausgekommen, das zeigt, wie ein israelischer Bulldozer im Dorf Kafr Qaddum im besetzten Westjordanland mit hoher Geschwindigkeit fährt und einen palästinensischen Demonstranten mit einem großen Felsblock trifft.

In dem am Freitag veröffentlichten Video wird der Bulldozer gesehen, wie er mit großer Geschwindigkeit auf Demonstranten zufährt, die an den wöchentlichen Demonstrationen gegen die israelische Besatzung teilgenommen haben, während er große Felsblöcke vor sich hinschiebt.

Der Bulldozer hielt an, als ein Mann von einem der Blöcke ​​getroffen wurde, während weitere Felsbrocken am die Straße entlang ​​weiter in Richtung Demonstranten rutschten, und beinahe auch ein Kind getroffen hätten. Der Vater des Kindes am Tatort sagte, der Bulldozer sei etwa hundert Meter von der Stelle, an der die Blöcke​​platziert waren, weiter vorgerückt und außergewöhnlich schnell gefahren.

Der Palästinenser, der von dem Block getroffen wurde, wurde vom Roten Halbmond in ein Krankenhaus in Qalqilya gebracht.

Das israelische Militär behauptete in einer Erklärung, Palästinenser hätten angeblich an einem Protest in Kafr Qaddum teilgenommen, bei dem sie mit ihren Handschleudern Steine ​​auf israelische Soldaten vor Ort warfen.

Die Bewohner von Kafr Qaddum veranstalten regelmäßig wöchentliche Protestkundgebungen gegen die israelische Besatzung. Die israelischen Streitkräfte feuern Tränengas ab, um die wöchentlichen Proteste gegen Siedlungen in Kafr Qaddum zu zerstreuen. Eine Reihe von Menschen, darunter auch Kinder, litten an Atemnot. Sie haben auch Gummigeschosse und Schallbomben gegen die Demonstranten eingesetzt.

 

Einem weiteren Bericht zufolge haben israelische Streitkräfte einen jungen Palästinenser in der besetzten Altstadt von Jerusalem al-Quds wegen eines angeblichen mutmaßlichen Stichversuchs gegen Polizeikräfte erschossen.

Augenzeugen bestätigten, dass mehrmals auf den 33-jährigen Palästinenser geschossen und dieser blutend am Boden liegen gelassen wurde, bevor israelische Sanitäter am Tatort eintrafen. Stunden später überfielen israelische Truppen sein Haus im Viertel Jabal Mukabbir im Südosten von al-Quds und nahmen seine Mutter und zwei seiner Brüder fest.

Ein 42-jähriger zionistischer Siedler erlitt eine Beinverletzung, wahrscheinlich durch den Abprall einer auf den jungen Palästinenser abgefeuerten Kugel. Er erlitt leichte Verletzungen, wurde jedoch in das Shaare Zedek Medical Center in al-Quds (Jerusalem) verlegt.

Mehr als 600.000 Israelis leben in über 230 Siedlungen, die seit der israelischen Besetzung der palästinensischen Gebiete im Westjordanland und in Ostjerusalem (al-Quds) im Jahr 1967 errichtet wurden. Der UN-Sicherheitsrat hat in mehreren Resolutionen die Siedlungsaktivitäten Israels in den besetzten Gebieten verurteilt.

Weniger als einen Monat vor dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump verabschiedete der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen im Dezember 2016 die Resolution 2334, in der Israel aufgefordert wurde, „alle Siedlungsaktivitäten in den besetzten palästinensischen Gebieten, einschließlich Ostjerusalem, sofort und vollständig einzustellen“.

Die Palästinenser wollen das Westjordanland als Teil eines künftigen unabhängigen palästinensischen Staates mit Ostjerusalem (al-Quds) als Hauptstadt.

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