Feb 24, 2020 13:16 Europe/Berlin
  • Syrien: USA sind bestürzt über die Befreiung von Aleppo

Damaskus (Press TV) - Die USA seien laut dem syrischen Außenministerium "bestürzt" über die Rückkehr des normalen Lebens in der nordsyrischen Provinz Aleppo, nach den "demütigenden Niederlagen", welche die von Washington gesponserten Terroristen erlitten haben.

Wie es in einer Erklärung der offiziellen Nachrichtenagentur SANA am Samstag unter Berufung auf einem Verantwortlichen im Außenministerium hieß, seien die USA "frustriert" über das Scheitern ihres Projekts in diesem arabischen Land, in dem unter anderem die Verbreitung von Chaos und Terrorismus zum Ziel gesetzt wurde.

"Es ist nicht verwunderlich, dass die US-Regierung über die Rückkehr des normalen Lebens in Aleppo, die Öffnung von Straßen und die Wiederaufnahme von Flügen in dieser Stadt bestürzt ist", so der Verantwortliche. 

In den letzten Tagen hat die syrische Armee die Kontrolle über den größten Teil von Aleppo übernommen und an nur einem Tag etwa 30 Dörfer befreit. Ihnen ist es zudem gelungen, die Stadt vollständig vor militantem Beschuss zu schützen. 

Zum ersten Mal seit 2012 eroberten syrische Truppen die strategisch-wichtige Autobahn M5 zurück, welche die Hauptstadt Damaskus mit den großen Städten Hama, Homs und Aleppo verbindet. Ein syrischer Passagierjet aus Damaskus landete ebenfalls auf dem Flughafen Aleppo, nachdem die Inlandsflüge zwischen den beiden größten Städten Syriens wieder aufgenommen wurden.

In einer Fernsehansprache am vergangenen Montag gratulierte der syrische Präsident Bashar al-Assad seiner Nation und den Streitkräften seines Landes zu den großen territorialen Errungenschaften in Aleppo und verkündete, dass die Stadt "stärker als je zuvor zurückkehren" werde. Der Kampf um die Befreiung von ganz Aleppo und der benachbarten Provinz Idlib, die noch unter Kontrolle der Terroristen steht, werde laut al-Assad fortgesetzt. Er betonte, dass die syrische Armee nicht aufgeben werde, solange sie "früher oder später" den vollständigen Sieg errungen hat. 

Die Sprecherin des US-Außenministeriums Morgan Ortagus reagierte verärgert auf die von ihr als "schamlos" bezeichneten Ankündigungen über Fortschritte syrischer Streitkräfte gegen die Takfiri-Terroristen und behauptete, dass die aktuelle Situation "kein Traum des syrischen Volkes" sei.

Der Verantwortliche im syrischen Außenministerium, der anonym bleiben wollte, sagte diesbezüglich: "Die jüngsten Erklärungen seitens den USA zeigen, dass die Regierung von Präsident Donald Trump nicht objektiv ist und es ihnen an den grundlegendsten Formen der Anstandsregel für Kommunikation fehlt." Er fügte hinzu: "Die Bestürzung der USA über das Scheitern ihres Projekts in Syrien ist für die Syrer eine Motivation, sich weiterhin gegen die Terroristen und ihren Unterstützern zu stellen, bis jeder Zentimeter syrischen Bodens frei von Terrorismus und illegitimer ausländischer Präsenz ist."

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