May 25, 2020 00:35 Europe/Berlin
  • Von der Türkei unterstützte Militante zündeten Farmen im Nordosten Syriens an

Damaskus (ParsToday/PressTV) - Von der Türkei unterstützte Takfiri-Kämpfer haben Berichten zufolge weite Teile der landwirtschaftlichen Nutzfläche in der nordöstlichen syrischen Provinz Hasaka verbrannt.

Syriens offizielle Nachrichtenagentur SANA berichtete unter Berufung auf lokale Quellen, dass die Brandstiftung am Sonntag in mehreren Dörfern der Regionen Tal Tamer und Abu-Rasin in der kurdisch besiedelten Provinz stattgefunden habe, als eine Gruppe von Militanten die Gebiete angriff.

Anwohner und Zeugen sagten, dass „die Brände sich wegen dem Wind schnell ausbreiteten und mehr als 20.000.000 Quadratmeter Weizen- und Gerstenfelder verbrannten, die noch immer brennen und sich ausbreiten und weitere Farmen abbrennen“.

Die Brandstiftung erfolgte weniger als eine Woche, nachdem viele Farmen in derselben Region durch eine Reihe von Mörserangriffen der von der Türkei unterstützten Söldner angegriffen wurden.

 

USA setzen Brandballons im Nordosten Syriens ein

Auch am 17. Mai warf ein amerikanisches Flugzeug Berichten zufolge Brandballons über landwirtschaftliche Flächen und Farmen in Hasaka ab und zündete Weizen in der Region an. Das Zielgebiet war Teil landwirtschaftlicher Flächen auf dem Land der Stadt al-Shaddadi.

 

Mit Türkei verbundene Streitkräfte entführten 30 Zivilisten im Nordosten Syriens

Einem weiteren Bericht zufolge haben Terroristen, die mit der türkischen Armee verbündet sind, mindestens 30 Zivilisten bei einem Angriff auf das Dorf Tell Halaf am Stadtrand von Ras al-Ain in der nordöstlichen Provinz Hasaka entführt.

Laut der syrischen Nachrichtenagentur SANA haben die von der Türkei unterstützen Terroristen am Sonntag Verkehrseinschränkungen am Eingang des Dorfes Tell Halaf errichtet.

Die von Ankara unterstützten Militanten wurden im vergangenen Oktober in den Nordosten Syriens entsandt, nachdem türkische Streitkräfte eine große grenzüberschreitende Invasion gestartet hatten, um die Kämpfer der kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) aus den Grenzgebieten zu vertreiben.

Ankara betrachtet die von den USA unterstützte YPG als eine terroristische Organisation, die mit der einheimischen kurdischen Arbeiterpartei (PKK) verbunden ist, die seit 1984 eine autonome kurdische Region in der Türkei anstrebt.

Die kurdisch geführte Regierung im Nordosten Syriens sagt, die türkische Offensive habe seit ihrem Beginn Hunderte Zivilisten in den Tod getrieben, darunter Dutzende Kinder.

In den letzten Monaten gab es auch in den Gebieten, in denen die von der Türkei unterstützten Militanten anwesend sind, einen Anstieg der Entführungen, insbesondere in der wichtigsten Grenzstadt Ras al-Ain.

Der syrische Präsident Bashar al-Assad und andere hochrangige Funktionsträger haben erklärt, dass die Regierung von Damaskus mit allen legitimen Mitteln auf die anhaltende Bodenoffensive der türkischen Streitkräfte und ihrer Verbündeten gegen kurdische Streitkräfte im nördlichen Teil des vom Krieg heimgesuchten arabischen Landes reagieren wird.

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