Aug 01, 2020 09:56 Europe/Berlin
  • Russland: USA können nicht libanesische Hisbollah durch Sanktionen entwaffnen

Beirut (Press TV) - Washington wird laut dem russischen Botschafter im Libanon es nicht schaffen, die populäre Widerstandsbewegung Hisbollah durch Sanktionen zu entwaffnen.

Die US-Regierungsverantwortlichen unterlägen der Illusion, sie könnten ein solches Ziel durch Strafmaßnahmen erreichen, sagte Zasypkin am Freitag in einem Exklusivinterview mit dem Fernsehsender al-Mayadeen.

"Die Entwaffnung der Hisbollah ist der Hauptzweck von US-Sanktionen. Ich glaube aber nicht, dass ein solches Ziel durch diese Methode erreichbar ist. Die USA werden es nicht schaffen, die Hisbollah zu zwingen, ihre Waffen niederzulegen. Dies ist eine Illusion", fügte Zasypkin hinzu.

Ende Oktober 2018 verhängte die US-Regierung neue Sanktionen gegen die Hisbollah, die sich gegen Einzelpersonen und internationale Organisationen richteten, die mit der libanesischen Widerstandsgruppe Geschäfte machen.

"Im vergangenen Jahr haben wir Sanktionen gegen die Hisbollah verhängt. Noch vor wenigen Tagen habe ich ein Gesetz unterzeichnet, das der Hisbollah noch strengere Sanktionen auferlegt, um ihnen ihre Gelder zu entziehen", sagte US-Präsident Donald Trump während einer Veranstaltung in Washington anlässlich des 35. Jahrestages eines Angriffs auf die US-Marinekasernen in der libanesischen Hauptstadt Beirut.

Zasypkin fügte hinzu: "Wir (Russland) haben in Syrien Anstrengungen unternommen. Dies kommt nicht nur in Syrien, sondern auch im Libanon zugute, da es das Land vor der potenziellen Bedrohung durch Terrorismus schützt. Wenn der Terrorismus in Syrien siegt, wird es für Tausende von Terroristen leicht sein, in den Libanon einzudringen, und dies würde zur Teilung des Landes führen".

Er bemerkte, dass Iran eine positive Rolle im Nahen Ostens spiele, und verurteilte die jüngste Bedrohung eines iranischen Passagierflugzeugs durch zwei US-Kampfjets im syrischen Luftraum.

"Die Amerikaner schaffen Probleme und verstoßen gegen die internationalen Vorschriften. Ihr Ziel ist es, Spannungen zu erzeugen und ihre Präsenz, Rolle und ihren Einfluss wiederherzustellen", sagte der russische Diplomat.

Er wies dann darauf hin, Moskau erkenne das Prinzip der Nicht-Einmischung in die inneren Angelegenheiten Syriens an und würdigt die "engen Beziehungen" zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem syrischen Amtskollegen Baschar Assad sowie zwischen den Streitkräften beider Länder.

Laut Zasypkin arbeiten russische und syrische Institutionen in verschiedenen Bereichen eng zusammen, darunter bei der Bekämpfung des Terrorismus, beim Wiederaufbau des Landes und bei humanitären Aktivitäten.

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