Sep 08, 2020 09:50 Europe/Berlin
  • EU warnt Serbien vor Verlegung der Botschaft nach Al-Quds (Jerusalem)

Brüssel (ParsToday/IRNA) - Die EU hat Serbien vor der Verlegung seiner Botschaft von Tel Aviv nach Al-Quds (Jerusalem) gewarnt.

Die Europäische Union habe immer die Bildung von zwei Staaten, Israel und Palästina, mit Jerusalem als Hauptstadt befürwortet, so Peter Stano, Sprecher von EU-Außenminister Joseph Borrell, und fügte hinzu, die EU  sei besorgt über diplomatische Bemühungen, die gegen den gemeinsamen Standpunkt der EU zu Jerusalem verstießen.

Nach Abschluss der Gespräche zwischen dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic und dem kosovarischen Ministerpräsidenten Avdullah Hoti am Sonntag in Washington, in Anwesenheit von US-Präsident Donald Trump, zur Beilegung des Streits zwischen Belgrad und Pristina, kündigte der serbische Präsident an, dass das Land im Juli nächsten Jahres seine Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen wolle.

Gleichzeitig ist er, wie ein Video der Unterzeichnungszeremonie des Streitbeilegungsabkommens zeigt, überrascht über Trumps Worte, dass der Vertrag eine Klausel über die Verlegung der serbischen Botschaft nach Jerusalem enthält, was eine starke Reaktion in den internationalen Medien und den sozialen Netzwerken nach sich zog.

Dem serbischen Präsidenten soll die Änderung des Abkommenstextes und die Aufnahme einer Klausel über die Verlegung der Botschaft nicht bekannt gewesen sein.

Bei der gleichen Sitzung stimmte der Kosovo zu, die Beziehungen zum israelischen Regime wieder aufzunehmen.

Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Abol Gheit, hat zuvor die Entscheidung Serbiens verurteilt, seine Botschaft in das besetzte Al-Quds (Jerusalem) zu verlegen, und brachte diesbezüglich seine Abscheu zum Ausdruck.

Der Sekretär des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Saeb Erekat, protestierte ebenfalls gegen  diese Pläne Serbiens.

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