Nov 24, 2020 13:06 Europe/Berlin
  • Menschenrechtsorganisationen fordern Stopp englischer Rüstungsverkäufe an Saudi-Arabien und VAE

London (IRNA) - Zwei internationale Menschenrechtsorganisationen haben von Großbritannien die Einstellung der Rüstungsverkäufe an Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, VAE, aufgrund des Jemenkrieges gefordert.

Die in Genf ansässige Menschenrechtsorganisation SAM  und die "Organisation zur Unterstützung von Frieden und Demokratie" haben am Montag in einem Bericht Großbritannien aufgerufen, die Aufforderungen internationaler Organisationen nach dem Stopp der Rüstungsverkäufe an Riad und Abu Dhabi zu beflogen.

In dem Bericht heißt es, dass zwischen 2010 und 2019 rund 41 Prozent der britischen Rüstungsverkäufe an Saudi-Arabien gegangen seien. Seit dem Beginn der saudisch geführten Angriffe auf den Jemen hätten die britischen Rüstungsexporte an Saudi-Arabien mehr als 16 Milliarden Pfund betragen.

Bezüglich der Rüstungsexporte an die Vereinigten Arabischen Emirate, VAE, hieß es in dem Bericht dieser beiden Organisationen, dass die meisten Luftangriffe der arabischen Koalition auf den Jemen von Abu Dhabi ausgeführt worden seien.

Die britischen Rüstungsexporte an die VAE betrugen seit Beginn der Angriffe auf den Jemen 715 Millionen Pfund hieß es weiter.

Saudi-Arabien, die VAE, Bahrain, Kuwait, der Sudan und Ägypten bilden die arabische Koalition, die seit März 2015 Angriffe auf den Jemen begonnen hat. Die Verbündeten Saudi-Arabiens in diesem Krieg zogen sich allmählich aus dieser Koalition zurück, nachdem sie deren Unwirksamkeit festgestellt hatten, und nur die VAE haben ihre militärische Präsenz im Jemen aufgrund ihrer eigenen Expansionsziele und Gier bis heute fortgesetzt.

Kinder, Hauptopfer des Jemen-Krieges

In einer anderen Nachricht heißt es, dass die UNICEF vor starker Unterernährung jemenitischer Kinder gewarnt habe. Am Montag hieß es in einer Pressemitteilung der UNICEF, dass in einigen Teilen des Jemen jedes 5.Kind unter 5 Jahren an Unterernährung leide.

UNICEF fügte hinzu, dass jahrelange Kämpfe und Konflikte im vom Krieg heimgesuchten Jemen, wirtschaftlicher Druck und schwere Ressourcenknappheit, die jetzt noch durch die Corona-Krise verschärft würden, dieses westasiatische Land an den Rand von Hunger und Hungersnot gebracht hätten.

 

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