Dez 02, 2020 11:40 Europe/Berlin
  • Jemen: Alle 10 Minuten stirbt ein Kind

Sanaa (Press TV) - Verantwortliche im Jemen haben wegen der sich verschärfenden humanitären Krise infolge des saudisch-geführten Krieges und der Blockade gegen dieses arme arabische Land Alarm geschlagen.

Das jemenitische Gesundheitsministerium warnte am Dienstag, dass Defizite bei der Finanzierung der humanitären Hilfen die Situation im Jemen verschärften.

Nach UNO-Angaben ist die akute Unterernährungsrate bei jemenitischen Kindern unter fünf Jahren die höchste, die jemals verzeichnet wurde.

Im vergangenen Monat warnte die UNO, dass der Jemen vor der unmittelbaren Gefahr der schlimmsten Hungersnot stehe, die die Welt seit Jahrzehnten erlebt habe.

Ebenfalls am Dienstag betonte die UNO die Notwendigkeit eines Waffenstillstands im Jemen und warnte, dass die von Saudi-Arabien angeführte Aggression in den letzten sechs Jahren mindestens 233.000 Menschen das Leben gekostet habe.

Das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) teilte in einem Bericht mit: "Diese große Zahl ist unglücklich und inakzeptabel".

Dem Bericht zufolge ist der Jemen derzeit mit der schlimmsten humanitären Krise der Welt konfrontiert, und mehr als 80 Prozent seiner Bevölkerung benötigen humanitäre Hilfen und Unterstützung.

Saudi-Arabien und einige seiner Verbündeten haben im März 2015 den Krieg gegen den Jemen begonnen. 

Dabei  sind die Infrastruktur des Landes sowie Krankenhäuser, Schulen und Fabriken weitgehend zerstört worden. Laut der UNO benötigen über 24 Millionen Jemeniten dringend humanitäre Hilfe, darunter 10 Millionen, die unter extremem Hunger leiden.

Kinder gehören zu den am stärksten gefährdeten Opfern des saudischen Krieges gegen den Jemen, aber das Problem hat kaum internationale Reaktionen hervorgerufen.

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