Feb 21, 2021 13:31 Europe/Berlin
  • Pro-Hadi-Bataillon läuft zur jemenitischen Armee über

Sanaa (ParsToday/PressTV) - Jemenitische Medienberichte besagen, dass ein ganzes Bataillon, das dem ehemaligen von Riad unterstützten Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi treu ergeben ist, zur jemenitischen Armee und zu alliierten Kämpfern der Volkskomitees übergelaufen ist.

Berichten vom Samstag zufolge hat das Bataillon der pro Hadi 117. Infanterie-Brigade den sich und seine gesamte militärische Ausrüstung den jemenitischen Streitkräften übergeben.

Die Entwicklung kommt zu einer Zeit, in der die jemenitischen Streitkräfte gegen die von Saudi-Arabien geführten Koalitionskräfte und ihre Söldner in der Zentralprovinz Ma'rib vorrücken.

Die Terroristengruppe IS hat offen bestätigt, dass ihre Mitglieder neben den Söldnern in der gasproduzierenden Region kämpfen, die als letzte Hochburg der von Saudi-Arabien unterstützten Streitkräfte im Nordjemen gilt. 

In einem Beitrag auf seinem Twitter-Account sagte Mohammed Abdul-Salam, der Sprecher der Ansarullah-Bewegung im Jemen: „Was Ma'rib miterlebt, ist Teil eines nationalen Befreiungskampfes und angesichts der anhaltenden Aggression und Belagerung ist die Nation entschlossen, die Konfrontation bis zur Befreiung jedes Zentimeters des besetzten Gebiets fortzusetzen.“

Den jemenitischen Streitkräften ist es gelungen, die Kontrolle über das Gebiet al-Tala'a al-Hamra im Westen von Ma'rib sowie die Militärbasis Kofal der von Saudi-Arabien geführten Koalitionstruppen im Bezirk Sirwah zu übernehmen. Sie sind ebenfalls in Richtung des östlichen Eingangs zur Stadt Ma'rib vorgedrungen.

Saudi-Arabien startete im März 2015 in Zusammenarbeit mit einer Reihe seiner verbündeten Staaten und mit Waffen- und Logistikunterstützung aus den USA und mehreren westlichen Ländern eine verheerende militärische Aggression gegen den Jemen.

Ziel war es, das Hadi-Regime wieder an die Macht zu bringen und die Volksbewegung zu zerschlagen, die in Abwesenheit einer Regierung die Staatsangelegenheiten im Land geführt hat.

Der Krieg hat seine Ziele nicht erreicht, aber Zehntausende unschuldige Jemeniten getötet und die Infrastruktur des verarmten Landes zerstört. Die UNO bezeichnet die Situation im Jemen als die schlimmste humanitäre Krise der Welt.