Apr 05, 2021 11:07 Europe/Berlin
  • Hungerstreikende fordern USA auf, brutale saudische Blockade gegen Jemen nicht mehr zu unterstützen

Washington (PressTV) – Außerhalb des Weißen Hauses haben sich Aktivisten der jemenitischen Befreiungsbewegung versammelt, um ein Ende der US-Unterstützung für die von Saudi-Arabien geführte Belagerung des Jemen zu fordern.

Ohne Essen zu verbleiben mag für manche extrem erscheinen, aber für viele Jemeniten ist es ein Teil des täglichen Lebens. Seit Saudi-Arabien im Jahr 2015 begann, Krieg gegen den Jemen zu führen und ihn zu blockieren, sind riesige Teile des Landes chronischer Unterernährung ausgesetzt. 

Jetzt gehen auch Menschen im Ausland in den Hungerstreik, um auf die verzweifelte Notlage der Jemeniten aufmerksam zu machen. Viele von ihnen haben beschlossen, ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen, und befinden sich nun am sechsten Tag eines anhaltenden Hungerstreiks in Solidarität mit dem jemenitischen Volk, das unter der Blockade verhungert.

Für die Millionen Jemeniten, denen Grundversorgung wie Medizin und Treibstoff entzogen ist, ist jeder Tag ein Kampf ums Überleben. Laut UNICEF benötigen mehr als zwei Drittel der jemenitischen Bevölkerung - mehr als 20 Millionen Menschen - humanitäre Hilfe.

Inzwischen sagen Aktivisten, die US-Regierung habe kontinuierlich daran gearbeitet, die saudische Aggression zu ermöglichen.

Es ist fast eine Woche her, seit sie das letzte Mal etwas gegessen haben, und das Verzichten auf Essen ist stark belastend. Aber die Aktivisten sind entschlossen, weiterzumachen und sagen, die Situation im Jemen sei so schlecht geworden, dass sie einfach keine andere Wahl haben.

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