Apr 30, 2021 10:25 Europe/Berlin

Meron (ParsToday) - Bei einem Gedränge auf einem jüdischen Fest am Freitag in den besetzten palästinensischen Gebieten sind mindestens 44 Menschen getötet und mehr als 150 weitere verletzt worden.

Zehntausende besuchten das jährliche jüdische Festival Lag Baomer am Grab von Rabbi Shimon Bar Yochai, einer religiösen Persönlichkeit, in einer Stadt namens Meron in den besetzten palästinensischen Gebieten.

Die Times of Israel hat die Zahl der Verletzten bisher auf über 65 geschätzt.

Die Tageszeitung zitierte einen Polizeibeamten mit den Worten: "Dutzende Teilnehmer eines Fests waren ausgerutscht, fielen auf die unter ihnen stehenden Personen auf der Tribüne und verursachten einen vernichtenden Dominoeffekt." Der Vorfall ereignete sich am Freitag gegen 1 Uhr morgens bei einer Zeremonie. 

Auch die Zeitung Haaretz berichtete unter Berufung auf Polizeikreise, Massenpanik sei ausgelöst worden, nachdem Menschen auf Treppen ausgerutscht und hinuntergefallen waren.

Andere Berichte besagen, dass der Andrang verursacht wurde, nachdem „ein Teil der Stadionbestuhlung auf dem Veranstaltungsgelände zusammengebrochen war“ und viele durch diesen Vorfall erstickten.

Der Ministerpräsident des israelischen Regimes beschrieb diesen Vorfall als eine schreckliche Katastrophe. 

Die Veranstaltung fand ohne Rücksicht auf die bestehenden gesundheitlichen Vorsichtsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des neuen Coronavirus statt, einschließlich der Einhaltung der Regeln für soziale Distanzierung und des Verbots von Massenversammlungen.

Bilder, die sowohl während der Feier als auch unmittelbar nach dem Ansturm zur Verfügung gestellt wurden, zeigten viele Besucher ohne Gesichtsmasken.

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