May 04, 2021 12:09 Europe/Berlin
  • Israel hat seit Januar 58 palästinensische Gebäude abgerissen, während es 5.000 neue Siedlerwohnungen in Al-Quds genehmigte

Genf (Press TV/ParsToday) - Laut einer unabhängigen Menschenrechtsorganisation hat das israelische Regime seit Januar 58 palästinensische Gebäude abgerissen und den Bau von nahezu 5.000 Siedlerwohnungen im besetzten Osten von Al-Quds (Ost-Jerusalem) genehmigt.

Euro-Mediterranean Human Rights Monitor  teilte am Montag in einer Erklärung mit, die Verantwortlichen des israelischen Regimes hätten ihre Abreißpolitik für palästinensische Häuser und Gebäude sowie die der Vertreibung von Palästinensern aus ihren Nachbarschaften in den letzten vier Monaten verstärkt, während sie Tausende Siedlerwohnungen in der Region bauten.

Die in Genf ansässige Organisation betonte, dass solche Praktiken darauf abzielten, die Rassendiskriminierung aufrechtzuerhalten und die palästinensisch-arabische Präsenz in der heiligen Stadt Al-Quds (Jerusalem) zu beseitigen.

Weiter hieß es, dass das israelische Regime seit Beginn des laufenden Jahres 31 palästinensische Häuser abgerissen habe, was sich zur Hälfte im März ereignet habe. 16 weitere Häuser seien von ihren Eigentümern selbst abgerissen worden, um Geldstrafen und exorbitante Abbruchkosten zu vermeiden.

Darüber hinaus hätten die israelischen Behörden drei palästinensische Häuser beschlagnahmt und sechs Räumungsbefehle für weitere Häuser erlassen.

Die israelischen Behörden hätten auch Räumungsbefehle für die  palästinensischen Bewohner des Viertels Wadi al-Rababa in Al-Quds (Jerusalem) erlassen.

Nach Angaben von Euro-Mediterranean Human Rights Monitor  zerstörten die Israelis in den ersten vier Monaten des Jahres 2021, 27palästinensische  Gewerbebetriebe sowie anderen palästinensischen Besitz wie Wasserbrunnen und Mauern.

Die Militärs des israelischen Regimes haben außerdem palästinensische Gebiete beschlagnahmt um sie in der genannten Zeit für den Straßenbau zu planieren, der den zionistischen Siedlern dient.

Seit Beginn 2021 hat das Regime in Tel Aviv grünes Licht für den Bau von 4.982 Siedlerwohnungen gegeben. Dies wird als starker Hinweis für die weitreichende Rassendiskriminierung angesehen, die von den israelischen  Behörden praktiziert wird.

Desweiteren wurden 28 palästinensische Familien, mit etwa 500 Familienmitgliedern aus dem Viertel Sheikh Jarrah in Al-Quds (Jerusalem), mit Zwangsumsiedlung bedroht. 

Die Zwangsräumungen und die systematische Zerstörung von Wohnhäusern in den ersten 4 Monaten des Jahres 2021 hatten schwerwiegende physische, soziale, wirtschaftliche und psychische Auswirkungen auf die betroffenen Familien. Dies sind Verbrechen, die einer ethnischen Säuberung gleichkommen können.

Tariq al-Lewa, der leitende Jurist von Euro-Mediterranean Human Rights Monitor, sagte, dass israelische Entscheidungen und Pläne, Häuser von Palästinensern zu evakuieren und abzureißen und ihre Bewohner zu vertreiben, um jüdische Einrichtungen zu bauen, das Apartheidsystem widerspiegeln, welche das Regime durch diskriminierende Gesetze und unfaire Politik verfolge.

Die von den israelischen Behörden durchgeführten Zerstörungen und Vertreibungen seien ein Teil ihrer Versuche, den palästinensischen  Charakter der besetzten Stadt zu verändern, betonte Lewa.

Mehr als 600.000 Israelis leben in über 230 Siedlungen, die seit der israelischen Besetzung der palästinensischen Gebiete im Westjordanland und im Osten von Al-Quds (Ost-Jerusalem) im Jahr 1967 errichtet wurden.

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