May 09, 2021 11:41 Europe/Berlin

Kabul (ParsToday/PressTV) - Die Zahl der Todesopfer einer Explosion vor einer Schule in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist nach Angaben afghanischer Beamter auf 58 gestiegen.

Beamte sagten am Sonntag, dass medizinisches Personal in Krankenhäusern Schwierigkeiten habe, mindestens 150 Menschen, hauptsächlich Schulmädchen, die bei der Explosion am Samstag verletzt wurden, medizinisch zu versorgen.

Die Explosion ereignete sich vor einer Schule im schiitischen Mehrheitsviertel Dasht-e-Barchi im Westen Kabuls.

Ein Augenzeuge berichtete, dass es sich bei den Opfern des Angriffs hauptsächlich um Schülerinnen handelte, die nach Abschluss der Schule auf dem Heimweg waren.

Die Zahl der Todesopfer bei den Explosionen könnte steigen, sagte Tariq Arian, ein Sprecher des Innenministeriums, am Sonntag.

Nach Angaben des Ministeriums gab es am Nachmittag insgesamt drei aufeinanderfolgende Explosionen in der Nähe von Kabuls Seyyed ul-Shohada-Mädchenschule in Dasht-e-Barchi.

Während die Taliban die Beteiligung an dem Terrorakt bestritten, machte Präsident Ashraf Ghani die militante Gruppe für die Explosion verantwortlich.

"Diese wilde Gruppe (Taliban) hat nicht die Macht, Sicherheitskräfte auf dem Schlachtfeld zu konfrontieren, sondern zielt mit Brutalität und Barbarei auf öffentliche Einrichtungen und Mädchenschulen", sagte der Präsident.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Saeed Khatibzadeh, verurteilte den Terroranschlag in Kabul.

Khatibzadeh beschrieb den Angriff auf Zivilisten als verabscheuungswürdig, insbesondere da das Ziel Schülerinnen waren. Er sprach den Überlebenden und Familien der bei dem Angriff Getöteten Opfer sein Beileid aus.

Der gewaltsame Angriff erfolgte eine Woche, nachdem die Vereinigten Staaten und ihre NATO-Verbündeten begonnen hatten, ihre Truppen und militärische Ausrüstung aus Afghanistan abzuziehen.

US-Präsident Joe Biden kündigte den Zeitplan an, den Abzug der US-Streitkräfte bis zum 11. September abzuschließen.

Die Taliban haben eine Warnung herausgegeben und sich verpflichtet, US-Truppen anzugreifen, falls sie sich nicht wie geplant zurückziehen sollten.

Zwanzig Jahre später ist Gewalt in dem von Konflikten betroffenen Land zunehmend weit verbreitet.

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