Jun 05, 2021 09:21 Europe/Berlin
  • Al-Kahdimi: Mehr als 60 Prozent der US-Soldaten verlassen den Irak

Bagdad (Press TV/ParsToday) - Laut dem irakischen Ministerpräsidenten Mustafa al-Kahdimi sind in den vergangenen Monaten mehr als 60 Prozent der im Irak stationierten US-Soldaten abgezogen worden.

Dies teilte der irakische Ministerpräsident am Freitag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur IRNA mit.

Al-Kahdimi sagte, die Regierung in Bagdad habe im vergangenen Jahr drei Runden strategischer Gespräche mit den USA geführt und der ehemalige Präsident Donald Trump habe in der zweiten Verhandlungsrunde versprochen, die US-Truppen aus seinem Land abzuziehen.

"Vor der dritten Gesprächsrunde ist es uns gelungen, die Zahl der US-Truppen im Irak um mehr als 60 Prozent zu reduzieren, und ein technischer Ausschuss wird bald damit beginnen, einen Zeitplan für den Abzug der verbleibenden US-Truppen festzulegen", sagte al-Kadhimi weiter.

Der irakische Ministerpräsident lobte auch die "große Sicherheitskooperation" mit der Islamischen Republik Iran und sagte, Bagdad habe es geschafft,   Angriffe von Terrorgruppen gegen Iran durch solche Kooperationen  und Präventivoperationen zu vereiteln.

Anfang 2003 marschierten die USA unter dem Vorwand, dass das Regime von Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen besitze, in den Irak ein.

Die USA haben zwischen 2007 und 2011 Soldaten aus dem Irak abgezogen, sie aber 2014 zusammen mit anderen Partnern neu eingesetzt, um angeblich die IS-Terrormiliz zu bekämpfen.

Seitdem fabriziert Washington unter Missachtung der parlamentarischen Resolution Szenarien, um seine Präsenz im Land zu verlängern.

Bagdad und Washington haben in den letzten Monaten mehrere Runden strategischer Gespräche über den Abzug von US-Soldaten aus dem Irak geführt.

Alle Widerstandsfraktionen im Irak einigten sich im Oktober 2020 darauf, Angriffe auf die US-Besatzungstruppen auszusetzen, sofern die Regierung einen Zeitplan für ihren Abzug vorlegt.

Am 3. Januar 2020 ermordeten die USA den legendären iranischen Anti-Terror-Kommandeur General Qassem Soleimani und seinen irakischen Kameraden Abu Mahdi al-Muhandis, den stellvertretenden Kommandeur der al-Haschd al-Schaabi (Volksmobilisierungskräfte),  bei einem tödlichen Drohnenangriff in der Nähe des internationalen Flughafens von Bagdad.

Zwei Tage später stimmte  das irakische Parlament einstimmig einem Gesetzentwurf zu, in dem der Abzug aller von den Vereinigten Staaten angeführten ausländischen Streitkräfte aus dem Land gefordert wurde.

 

 

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