Aug 09, 2021 13:16 Europe/Berlin
  • Jemens Regierungssprecher reagiert auf die Ernennung des neuen UN-Vermittlers

Sanaa (IRIB) - Der Sprecher der Regierung der nationalen Rettung im Jemen Mohammed Abdessalam hat bekräftigt, die Ernennung neuer UN-Gesandter für das Land sei sinnlos, solange nicht ausdrücklich der Stopp der Aggression gegen den Jemen verkündet werde.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres teilte am Freitag mit, dass der schwedische Diplomat Hans Grundberg Nachfolger des Briten Martin Griffiths als UN-Vermittler für den Jemen wird.

"Vor der Wiedereröffnung der jemenitischen Flughäfen und Häfen als vorrangige humanitäre Notwendigkeit ist ein Dialog nutzlos", schrieb Mohammed Abdessalam  am Sonntag auf Twitter.

Er fügte hinzu, dass die Mitgliedsstaaten der Kriegskoalition auf die von ihrer Aggression und Blockade verursachten Probleme und Zerstörungen aufmerksam werden müssen. "Sie müssen wissen, dass die Fortsetzung ihrer hartnäckigen Haltung ihnen noch höhere Kosten aufzwingen wird", so Abdessalam weiter.

Unterdessen sagte der Außenminister der Regierung der nationalen Rettung im Jemen Hisham Sharaf als Reaktion auf die Äußerungen des saudischen Außenministers Faisal bin Farhan über die Ernennung des neuen UN-Gesandten, die Ära, in der sich Saudi-Arabien in die jemenitische Angelegenheiten einmischte, dem Land Bedingugen auferlegte und eine Bevormundung des Jemen anstrebte, sei vorbei.

Unterstützt von den USA starteten Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und einige weitere arabische Länder im März 2015 ihre Luftangriffe gegen den Jemen und verhängten eine Boden-, Luft- und See-Blockade gegen das Land. Durch den saudisch geführten Krieg sind bislang über 16.000 Jemeniten ums Leben gekommen. Zehntausende sind verletzt und Millionen obdachlos geworden.

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