Jan 09, 2022 13:57 Europe/Berlin

Damaskus/Hasaka (ParsToday/PressTV) - Syrische Regierungstruppen haben einen US-Militärkonvoi in der nordöstlichen Provinz Hasaka des Landes abgefangen, als die Besatzungstruppen versuchten, eine Gemeinde in der angespannten Region zu passieren.

Lokale Quellen berichteten unter der Bedingung der Anonymität der syrischen Nachrichtenagentur SANA, syrische Armeesoldaten hätten am Samstagabend dem Konvoi von vier gepanzerten Fahrzeugen den Weg abgesperrt, als dieser versuchte, in das Dorf Qubur al-Gharajneh nördlich von Tell-Tamer einzudringen.

Die amerikanischen Truppen waren daraufhin gezwungen, umzukehren. Es gab keine Berichte über Zusammenstöße oder Verletzungen.

Dies ereignete sich zwei Tage, nachdem US-Streitkräfte Verstärkung aus dem benachbarten Irak in Gebiete im Nordosten Syriens gebracht hatten.

Der arabische Dienst der offiziellen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, dass am Donnerstag ein Konvoi von fast 30 Militärfahrzeugen mit hochmobilen Humvees, Kampfpanzern, Bulldozern sowie Kisten mit Munition und Raketen über den al-Waleed-Grenzübergang zwischen Irak und Syrien in die syrischen Gebiete eingedrungen ist.

In dem Bericht unter Berufung auf lokale syrische Quellen, die es vorzogen, nicht genannt zu werden, hieß es, dass zwei US-Militärhubschrauber über ihnen flogen, als amerikanische Streitkräfte die militärische Ausrüstung einbrachten. Die Quellen fügten hinzu, dass Fahrzeuge der kurdischen Militanten der Volksschutzeinheiten (YPG) den US-Militärkonvoi eskortierten.

Der Konvoi zog zunächst in die Stadt al-Shaddadi an der Südflanke der Provinz Hasaka, bevor er im Ölfeld al-Omar in der benachbarten Provinz Deir az-Zor eingesetzt wurde, wo amerikanische Besatzungstruppen einen Militärstützpunkt betreiben.

Das US-Militär hat Truppen und Ausrüstung im Osten und Nordosten Syriens stationiert. Das Pentagon behauptet, der Einsatz ziele darauf ab, zu verhindern, dass die Ölfelder in der Region in die Hände von IS-Terroristen geraten.

Damaskus sagt jedoch, dass der rechtswidrige Einsatz dazu dient, die Ressourcen des Landes zu plündern. Der frühere US-Präsident Donald Trump gab mehrfach zu, dass amerikanische Truppen wegen ihres Öls in Syrien präsent sind.

Nachdem es der US-Regierung nicht gelungen ist, die syrische Regierung mit Hilfe ihrer Stellvertreter und der direkten Einmischung in den Konflikt zu stürzen, hat sie nun ihren Wirtschaftskrieg gegen das arabische Land verschärft.

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