Jul 30, 2022 20:07 Europe/Berlin
  • Irakischer Premierminister ruft politische Gruppen zum Dialog auf

Bagdad (ParsToday) - Der amtierende irakische Premierminister hat alle politischen Gruppen des Landes aufgerufen, das Gespräch so schnell wie möglich und weg von der Eliminierung des Rivalen zu beginnen.

Mustafa al-Kadhimi sagte, im Gegegensatz zu denjenigen, die im Land Aufruhr schaffen wollen, wünsche ich  Ruhe, Interaktion mit Weisheit, Gewissen und Geist der Zusammenarbeit.

Alle Parteien und politischen Gruppierungen und einflussreichen Parteien seien gegenüber den aktuellen Ereignissen im Irak verantwortlich, denn die Iraker suchen nicht nach Aufruhr, Streit, Krieg und Hass, sondern nach einer klaren Zukunft. fügte al-Kadhimi hinzu.

Die aktuelle Krise sei politisch,  daher sei  auch ihre Lösung politisch, und alles andere als Zugeständnisse zum Wohle des Landes und der irakischen Bürger ist möglich, betonte der irakische Ministerpräsident.

Der Premierminister der irakischen Regierung betonte, dass wir rund um den  Irak und die  Iraker geeint und kohärent sein sollten und nicht um begrenzte und vorübergehende Interessen.

Ich werde meiner Verantwortung nachkommen, und wir sind bereit, alles Notwendige zu tun, und wir stehen zu dem, was wir sagen, und auch andere sollten ihrer Verantwortung nachkommen, bekräftigte al-Kadhimi.

Seit den Parlamentswahlen im vergangenen Oktober  tobt ein erbitterter Machtkampf - das bedeutet: Seit zehn Monaten hat der Irak keine neue Regierung. Zehn Monate politischer Stillstand. Die Unzufriedenheit und der Frust darüber in der irakischen Gesellschaft wachsen.

Aus Protest gegen die Bildung einer neuen Regierung haben Anhänger des schiitischen Geistlichen Muktada al-Sadr  heute  das Parlament in der "Grünen Zone" der Hauptstadt Bagdad gestürmt und einen Sitzstreik begonnen. Es ist bereits das zweite Mal innerhalb weniger Tage, dass sie in das Parlamentsgebäude eindrangen.

Sadr-Anhänger  fordern eine Regierung frei von ausländischen Einfluss und Korruption. Die Sadr-Bewegung war als stärkste Kraft aus den Parlamentswahlen  hervorgegangen, mit einer Regierungsbildung aber gescheitert.

 

 

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