Sep 04, 2017 15:19 Europe/Berlin
  • Russland über die menschliche Lage in Myanmar besorgt

Moskau(IRNA/ParsToday/heute.de)- Russland hat sich über die zunehmende Verschlechterung der Situation der muslimischen Minderheit in Myanmar besorgt geäußert.

In einer am Montag auf der Internetseite des russischen Außenministeriums veröffentlichten Erklärung hieß es dazu: Moskau verfolgt sehr genau die menschliche Lage in den Krisenregionen in Myanmar. Es gibt sehr widersprüchliche Meldungen darüber, wie es dort zu Auseinandersetzungen, die zur Verbreibung der Bewohner dieser Regionen führten, kam. 

In dieser Erklärung wurden die Konfliktparteien aufgefordert, kontruktive Gespräche zur Verbesserung der Lage aufzunehmen. 

Bei Kämpfen zwischen der Armee und Rohingya-Rebellen in Myanmars westlichem Bundesstaat Rakhine gab es seit Ende August hunderte Tote. Die Gewalt trieb zahlreiche Menschen in die Flucht. Viele ertranken beim Versuch, den Grenzfluss Naf nach Bangladesch mit behelfsmäßigen Booten zu überqueren.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres warnte am Wochenende vor einer humanitären Katastrophe. Das Welternährungsprogramm (WFP) stellte wegen der Gewalt seine Hilfe für den Bundesstaat Rakhine vorerst ein.

In Rakhine leben etwa eine Million Rohingyain bitterer Armut. Die Muslime gelten als eine der am meisten verfolgten Minderheiten der Welt. Weite Teile der buddhistischen Mehrheit in Myanmar betrachten sie als illegale, staatenlose Einwanderer aus Bangladesch, obwohl viele der Rohingyaschon seit Generationen in Myanmar leben.

Die De-facto-Regierungschefin von Myanmar, Aung San Suu Kyi, geriet unterdessen zunehmend unter Beschuss, weil sie zu den Vorgängen in ihrem Land schwieg.