Nov 15, 2017 14:59 Europe/Berlin

Herr Willy Wimmer, Staatssekretär a.D. ist der Meinung, dass es bei den heutigen Konflikten auf der ganzen Welt um die Dominanz durch die Angelsachsen geht. Es geht darum, die Vorherrschaft der angelsächsischen Rasse über die neue Weltordnung zu manifestieren.

ParsToday: Herr Wimmer, ich darf Sie ganz herzlich begrüßen, zu diesem Interview!

Wimmer: Guten Tag Herr Shahrokny, guten Tag nach Teheran!

 

ParsToday: Herr Wimmer, Sie haben kürzlich in einem Interview erklärt, dass der Krieg vor den Türen Europas stünde. Welchen Krieg meinen Sie?

Wimmer: Wir wissen ja in Anbetracht des Nato-Aufmarsches gegen die Russische Föderation davon ausgehen, dass wir uns unmittelbar vor kriegerischen Auseinandersetzungen, vielleicht in minderer Form von Konflikten oder sogar dem großen Krieg befinden. Wir sind eigentlich alle fassungslos, was seit der deutschen Wiedervereinigung in Zusammenhang mit Mittel- und Osteuropa, und vor allen Dingen gegenüber der Russischen Föderation, geschehen ist. Das äußert sich ja im Empfinden vieler Menschen in West- und Mitteleuropa darin, dass man einen neu gewählten amerikanischen Präsidenten mit dem Namen „Trump“ ja offensichtlich deshalb nicht mit seinem russischen Amtskollegen, Putin, reden lassen will, weil Verständigung in Europa und in anderen Teilen der Welt droht. Das ist eine Situation, die die Menschheit seit 1938 nicht erlebt hat und deswegen muss man mit aller Deutlichkeit darauf ansprechen.  Und wenn wir uns die letzten Beschlüsse der Nato-Verteidigungsminister aus der letzten Woche ansehen, ganz Europa zu einem militärischen Aufmarschgebiet ohne jede Grenze zu machen, dann wird deutlich, was wir vor uns stehen haben.

 

ParsToday: Herr Wimmer, wer soll Krieg führen und warum soll Krieg geführt werden?

Wimmer: Ja, es geht offensichtlich um die Dominanz durch die Angelsachsen. Ich sage das deshalb mit allem Nachdruck, weil vor zwei Tagen die britische Premierministerin, Theresa May, der ja Zuhause alle Fetzen um die Ohren fliegen, eine sicherheitspolitishe Rede gehalten hat, in der sie mit allem Nachdruck darauf aufmerksam gemacht hat, dass es eigentlich in der heutigen globalen Situation darum geht, die Vorherrschaft der angelsächsischen Rasse über die  neue Weltordnung, wie Frau May sie angesprochen hat, zu manifestieren. Und alles das, was dem im Wege steht – ob es die Russische Föderation oder andere Staaten sind – die müssen in die Schranken gewiesen werden, die müssen beseitigt werden und da muss man an die Naturressourcen dieser Länder herankommen. Und das sehen wir ja wirklich seit vielen Jahrzehnten. Wir haben das in Zusammenhang mit dem Irakkrieg gesehen, das sehen wir in Zusammenhang mit Afghanistan, wir sehen es in Zusammenhang mit Syrien, mit Libyen, mit Mali. Das ist ein Muster…

 

Anmerkung: Das Interview in voller Länge können Sie im Audio hören!

Das Interview wurde geführt von: Seyyed-Hedayarollah Shahrokny