Jul 16, 2018 10:33 Europe/Berlin
  • Algerien lehnt EU-Forderung nach Flüchtlingsaufnahmelagern im Land ab

Algier (IRINN/IRNA) - Algeriens Innenminister Noureddine Bedoui hat die Forderung der EU-Länder nach Einrichtung von Aufnahmelagern für illegal nach Europa einreisende Flüchtlinge aus Afrika abgelehnt.

Dies hob Bedoui auf einer Sitzung des gemeinsamen Algerien-Nigeria-Kommitees in Algier hervor.

Laut dem algerischen Innenminister sei sein Land strikt gegen die Schaffung von Aufnahmelagern für afrikanische Flüchtlinge auf dem eigenen Territorium.

Algerien ist gegenwärtig besorgt über die täglich ansteigende Flüchtlingszahl im Land, derzeit halten sich tausende afrikanische Flüchtlinge dort auf.

Algerischen Funktionsträgern zufolge sei das Land in der Vergangenheit der einzige Anlaufpunkt für afrikanische Flüchtlinge bei deren Weg nach Europa gewesen. Inzwischen habe sich aufgrund verschärfter Einwanderungsbedingungen Algerien selbst zu einem Ziel für Flüchtlinge gewandelt, was aus finanzieller und hygienischer Sicht schwer auf der Regierung in Algier laste.

Europa strebt danach, in nordafrikanischen Ländern Aufnahmelager einzurichten und zwar für Flüchtlinge aus Afrika, die illegal nach Europa einreisen wollen. Im Gegenzug dazu soll Europa jene Länder bei der Registrierung der Migranten unterstützen.

Die meisten Staaten in Nordafrika lehnen diese Plan jedoch ab.

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