Jan 10, 2019 04:30 Europe/Berlin
  • Der  UNESCO-Austritt der USA und Israels wurde am 1.1.2019 offiziell – ein Fazit

Der iranischen Außenminister hat zu dem offiziellen Austritt der USA und des zionistischen Besatzerregimes aus der UNESCO auf Twitter geschrieben: „Gibt es nach dem Gemeinsamen Aktionsplan und der NAFTA und der TPP (Transpazifischen Handelspartnerschaft) und dem Klimaabkommen von Paris noch etwas, was die Trump-Regierung und sein frisches Kabinett verlassen könnten?  Wie wäre es mit unserem Planeten Erde?“

 

 

                         

 

Die USA und das zionistischen Regime sind am 1. Januar aus Protest gegen den anti-israelischen Kurs der UNESCO aus dieser UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur  ausgetreten.  Diesen Austritt hatten die beiden Regimes schon 2017 angekündigt. Gemäß den Statuten der UNESCO war er aber verwaltungsmäßig erst Ende des  Jahres realisierbar.

                            

Die USA hatten für ihren Verbleib  in der UNESCO grundsätzliche Änderungen dieser Organisation verlangt, vor allen Dingen weil das Welterbe-Programm dieser Organisation einige Heilige Stätten in den besetzten Gebieten als islamisch und palästinensisch bezeichnet hat, obwohl die Zionisten mit Repressalien versuchten, dies zu verhindern. Ein weiterer wichtiger Grund für den Austritt der USA aus der UNESCO  besteht in der Mitgliedschaft Palästinas in dieser Organisation. Die USA und das zionistische Regime lehnen es ab, dass Palästina sich für eine UN-Mitgliedschaft bewirbt und verlangen von den Palästinenserführern, dass sie sich zur Konfliktlösung nicht an die UNO wenden,  sondern nur durch Direktgespräche mit Israel etwas zu erreichen versuchen.

Trotz heftiger Opposition der USA und des zionistischen Regimes, ist es den Palästinenser gelungen  die Bedingungen einer vollen Mitgliedschaft Palästinas in der UNESCO zu erreichen, was  ein wichtiger Schritt in Richtung seiner offiziellen Anerkennung in der UNO gewesen ist.

 Der Streit der USA und des zionistischen Regimes mit der UNESCO begann in Wahrheit  2011, als nämlich  diese Organisation mit Sitz in Paris Palästina als volles Mitglied anerkannte.  Durch Verabschiedung von Resolutionen hat diese Organisation die historischen Rechte der Palästinenser anerkannt und Israel wegen der Verfälschung von historischen Wahrheiten verurteilt. Zum Beispiel hat die UNESCO im Jahre 2016 jeglichen Zusammenhang des Judentums mit der Al-Aqsa-Moschee (in Jerusalem –) und der Al Buraq-Mauer (von wo aus der Prophet seine Himmelfahrt begann) zurückgewiesen. 2017 hat sie Al-Quds (Jerusalem)  als die Hauptstadt Palästinas offiziell anerkannt.

 

In den letzten zwei Jahren hat die UNESCO allerdings auch Schritte getan, um die USA und das zionistische Regime von einem Austritt abzuhalten. So hat sie, um das zionistische Regime  zu beruhigen, ein Kulturportal für die Beschreibung des Holocaust   sowie ein Informationsprojekt  zur Bekämpfung des Antisemitismus eingerichtet. Doch dies konnte die USA und das Besatzerregime anscheinend nicht mehr am Austritt hindern. Beobachter sind jedoch der US-Austritt, sich nicht sonderlich auf das Budget der Organisation auswirkt, denn  schon vor 8 Jahren, haben sich die USA geweigert, ihren Anteil, der ungefähr 22 Prozent des gesamten Haushalts dieser Organisation betrug, zu leisten, ebenso hat das zionistische Regime aus demselben Anlass seine Zahlungen abgebrochen.  Gemäß einem Bundesgesetz der USA kann dieses Land die Kredite  an UN-Agenturen, welche Palästina als volles Mitglied anerkennen, einstellen. 

UN-Generalsekretär António Guterres hat in einer Erklärung bekanntgegeben,  angesichts der wichtigen Rolle, die die USA seit Gründung der UNESCO in dieser Organisation gespielt hat, sei der Entschluss von US-Präsident Donalds Trump diese Organisation zu verlassen, sehr bedauerlich. 

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UN-Generalsekretär Guterres bedauert Austritt der USA aus der UNESCO 

 

Der Status der Stadt Bait-ul Muqaddas (Jerusalem) und des Heiligtums der Al-Aqsa-Moschee ist seit vielen Jahren Gegenstand des Streites. Die UNO bezeichnet diese Gebiete als besetzte Gebiete und fordert das zionistische  Regime auf, hinter seine Grenzen vor dem 6-Tage Krieg im Jahre 1967 zurückzukehren. Dieses Regime will, dass die Stadt Bait-ul Muqaddas (Jerusalem)  als Hauptstadt seines illegalen   Staates anerkannt wird, während die Palästinenser den Rückerhalt von Ost-Jerusalem anstreben und wollen, dass dies Bait-ul Muqaddas als  Hauptstadt anerkannt wird.

Die UNESCO hat aufgrund der historischen Belege und der Mehrheit ihrer Ratsmitglieder bekannt gegeben, dass die Al-Aqsa-Moschee nicht den Juden gehört. Die 58 Mitgliedsländer des Exekutivrates haben - mit Ausnahme der USA - diesem Entschluss zugestimmt. Unterdessen hat das Fernsehen des zionistischen Regimes zu dem Zeitpunkt gedroht, die Verabschiedung dieser Entscheidung durch die UNESCO seitens der UNO werde zu Hindernissen auf den Weg zum Frieden zwischen den Palästinensern und den Israelis führen. 

Die UNESCO hat in einer Resolution unterstrichen, dass Israel keinerlei Besitzanspruch auf Bait-ul Muqaddas hat.  Bei Verabschiedung einer Resolution hat die UNESCO außerdem dem zionistischen Regime vorgeworfen, die internationalen Bestimmungen in Bait-ul Muqaddas (Jerusalem) und im Gaza-Streifen zu verletzen. Sie  hat dabei Israel als Besatzermacht bezeichnet.

In dieser Resolution wird das zionistische Regime aufgefordert, die Beaufsichtigung der Al-Aqsa-Moschee auf den Stand vor dem Jahr 2000 zurückzubringen, als alle ihre Angelegenheiten unter Aufsicht der Jordanischen Stiftungsbehörde verwaltet wurden.  In dieser Resolution wurde die Errichtung von Bauten und der Bau von Sonderwegen für die Bewohner der zionistischen Siedlungen und einer Trennmauer in der Altstadt von Al Chalil (Hebron) eindeutig  verurteilt. Zudem wurde in den Erklärungen und Resolutionen der UNESCO unterstrichen, dass die organisierte Gewalt und Provokationen der Siedlungsbewohner und anderer radikaler Gruppen gegen die Palästinenser, insbesondere gegen palästinensische Kinder und Schüler, eingestellt werden müssen. Die UNESCO hat ihr tiefes Bedauern darüber erklärt, dass das zionistische Regime nicht die bisherigen Resolutionen der UNESCO  mit der Forderung nach Streichung von zwei palästinensischen Anlagen aus der Liste des jüdischen Nationalerbes befolgt hat  und forderte erneut  die Durchführung der vorherigen Beschlüsse der UNESCO durch das zionistische Regime .

 

Die UNESCO hat in den letzten Jahren mehrmals das zionistische Regime wegen der Ausgrabungsarbeiten im Ostteil von Bait-ul Muqaddas und im alten Stadtteil dieser Stadt kritisiert und erklärt, dass das Vorgehen Tel Avivs gegenüber der Stadt Gaza, und den Grabstätten  von Patriarchen in Al-Chalil und der Ruhestätte  von Rachel in der Stadt Bait Lahm (Bethlehem) gegen die internationalen Bestimmungen verstößt.

 

                           

Bestrebungen des israelischen Regimes der Al-Aqsa-Moschee einen jüdischen Charakter zu geben -  trotz Verurteilung solcher Schritte durch internationale Gremien

 

Die 41. Sitzung des Welterbe-Komitees der UNESCO wurde im Juli 2017 in der polnischen Stadt Krakau abgehalten. Auf  dieser Sitzung wurde die Stadt Al Chalil (Hebron) auf Palästinensergebiet als Welterbe registriert und außerdem hat die UNESCO  erneut die Maßnahmen des zionistischen Regimes in diesem Gebiet verurteilt.   Diese internationale Einrichtung hat zuvor bereits Resolutionen zugunsten Palästinas herausgegeben,  und die Stadt El-Quds (Jerusalem) als eine okkupierte Stadt bezeichnet.

 

Das zionistische Regime hat die Stadt Al Chalil zusammen mit anderen Gebieten des Westjordanlandes, Ost-Bait-ul Muqaddas und den Gazastrafen 1967 im Krieg besetzt und danach trotz weitgehender internationaler Kritik diese Gebiete unter seiner Kontrolle behalten.

Al Chalil (Hebron) ist die größte Stadt im Westjordanland und liegt 30 km südlich von Bait-ul Muqaddas. Es blickt auf eine mehrere Tausend Jahre alte Geschichte zurück und es leben circa 200 Tausend palästinensische Muslime in dieser Stadt. In Al Chalil baut eine kleine Zahl von Zionisten unterstützt von Tel Aviv  seit einiger Zeit nahe der historischen Stätten  Siedlungen und hat auf diese Weise den historischen Teil der Stadt in Gefahr gebracht.  In dem Resolutionsentwurf der Palästinenser wurde die islamische Identität der Altstadt von Al Chalil hervorgehoben und darauf hingewiesen, dass dieser Teil der Stadt seit Jahrhunderten kaum Veränderungen erfahren hat.

Al Chalil gehört zu den ältesten Städten Palästinas. Es blickt auf eine 6-tausendjährige Geschichte zurück und ist ein heiliger Ort für alle drei großen Weltreligionen. Nach Mekka, Medina und El Quds ist es die vierte heilige Stadt der Muslime und die Heilige Ruhestätte Abrahams  ist eine bder wichtigsten Kulturstätten dieser Stadt. Es gibt viele alte Gebäude in Al Chalil: Dazu zählen die Mausoleen  von Hadhrat-e Abraham (F), von Ishaq (Isaac –F.) und Yaqub  (Jakob – F.) und ihre Gemahlinnen. Daher ist es für die Juden die zweite heilige Stadt und auch für die Christen eine Heilige Stadt.

                      Musik

Trotz aller historischen und internationalen Belege haben die USA Ende 2017 die Stadt El-Quds (Jerusalem), obwohl sie gemäß internationalem Gesetz als okkupierte Stadt gilt, als Hauptstadt der zionistischen Regimes anerkannt. Internationale Organisationen wie die UNO haben all die Jahre  in ihren Urkunden die Ansprüche des zionistischen Regimes zurückgewiesen und den Ostteil von Jerusalem als besetztes Jerusalem, sprich besetztes El-Quds, bezeichnet.  Der UN-Sicherheitsrat hat bislang 15 Resolutionen und die UNO-Vollversammlungen 7 Resolutionen und die UNESCO 6 Resolutionen gegen die Besatzung von El-Quds durch das zionistische Regime herausgegeben.

US-Präsident Trump aber hat das Heilige El-Quds zur Hauptstadt des zionistischen Regimes erklärt. Allerdings   stieß sein Schritt  auf die Ablehnung der internationalen Völkergemeinschaft. Sein Entschluss  demonstrierte deutlich, dass er sich gegen den Standpunkt    der Völkergemeinschaft in Sachen Palästina und in Sachen der historischen Tatsachen, welche die UNESCO unterstreicht, stellt.  Deshalb lässt sich sagen, dass der offizielle Austritt der USA und des  zionistischen Regimes aus der UNESCO, um welchen die Medien dieser Regimes  in den letzten Tagen großes Spektakel gemacht haben,  nichts weiter ist als eine alte Schau, die keinen interessiert und höchstens Donald Trump ein wenig zufriedenstellt, der mit den Medien im Streit liegt.

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