Sep 21, 2019 16:57 Europe/Berlin

Nach den Drohnenangriffen auf zwei wichtige saudische Anlagen der Ölproduktion handelt Washington immer weniger nachvollziehbar.

Der Iran hat klar erklärt, dass er mit den Angriffen nichts zu tun habe, gedeckt durch eine vorbildliche Tradition einer mehrere Jahrhunderte währenden friedlichen Politik. Offizielle jemenitische Quellen erklären ebenso eindeutig, dass der Angriff aus dem Jemen kam. Trotzdem erklärt sich Washington immer deutlicher bereit, den Iran zu beschuldigen - und dies auf einer mehr als dürftigen Beweisgrundlage. Gleichzeitig hat US-Präsident Trump seinen gefeuerten ehemaligen Sicherheitsberater Bolton durch dessen Gesinnungsgenossen und ehemaligen Mitarbeiter Robert O’Brien ersetzt. Auch diese Entscheidung lässt für den Frieden in der Welt und besonders im Nahen Osten wenig Gutes hoffen. Gleichzeitig glühen die Drähte nicht nur in westlichen Thinktanks und Institutionen, weil die Fähigkeiten der jemenitischen Militärs die Definitionen für hybride Kriege verschieben. Über die aktuelle Lage und Hintergründe sprach Seyed Hedayatollah Schahrokny mit dem Bundesvorsitzenden der Neuen Mitte, Christoph Hörstel. 

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