Oct 16, 2019 17:42 Europe/Berlin
  • Russland fordert Beilegung der Differenzen zwischen Türkei und Syrien durch Gespräch

Moskau(ParsToday) - Russlands Außenminister hat sich für die Fortsetzung der Gespräche zwischen der Türkei und Syrien ausgesprochen.

Dazu sagte Sergeij Lawrow am Dienstag, Moskau fordert die Beilegung der Differenzen zwischen Ankara und Damaskus auf der Grundlage des Adana-Pakts aus dem Jahr 1998.

Eine wirksame Umsetzung dieses Pakts, der unter anderem  einen gemeinsamen Einsatz gegen die terroristischen Aktivitäten an den gemeinsamen Grenzen einschließe, sei wegen der US-Schritte sowie ihrer Allianz im Osten von Euphrat in Schwierigkeiten geraten.

Laut dem russischen Außenminister solle die Krise auf der Grundlage der nationalen Souveränität und der territorialen Integrität Syriens gelöst werden.

Am 20. Oktober 1998 einigten sich in der südtürkischen Stadt "Adana" unter anderem, im Kampf gegen den Terrorismus zusammenzuarbeiten. Damals hatte die Türkei Truppen an ihrer Grenze zu Syrien stationiert und mit Krieg gedroht.

Türkische Truppen hätten nach Angaben des  russischen  Syrien-Beauftragten Alexander Lawrentjev unter dem sogenannten «Adana Pakt» von 1998 das Recht, zeitlich beschränkt bis zu zehn Kilometer in Syrien vorzudringen, um gegen Terror vorzugehen.

Heute will sich auch der UNO-Sicherheitsrat in New York erneut mit dem Nordsyrien-Konflikt befassen. Schon am vergangenen Donnerstag hatten Deutschland und fünf weitere EU-Länger per Mitteilung ein Ende der Offensive gefordert. Der Rat hatte sich aber nicht geschlossen auf eine gemeinsame Mitteilung einigen können.

 

 

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