Nov 07, 2019 09:25 Europe/Berlin
  • Stammesoberhäupter in Kerbela entschuldigen sich bei iranischer Regierung und Nation

Kerbela (ParsToday/ Tasnim) - Führer von Stämmen in Kerbela besuchten am Mittwoch das iranische Konsulat in dieser Stadt, um sich im Namen ihrer Bürger für den Angriff der Aufständischen auf das Konsulat zu entschuldigen.

Bei ihremTreffen mit den iranischen Konsulatsverantwortlichen verurteilten die Stammesoberhäupter den Angriff auf das iranische Konsulat. Auch das irakische Außenministerium hatte zuvor in einer am Montag verbreiteten Erklärung, den Angriff der Aufständischen auf das iranische Konsulat verurteilt.

Sie sagten, die Angreifer könnten die brüderlichen und engen Beziehungen zwischen den Iranern und der Bevölkerung von Karbala nicht stören, und fügten hinzu, dass Teheran in schwierigen Zeiten den Irakern beigestanden habe. Irans Generalkonsul in Karbala Mir-Masoud Hosseinian betonte seinerseits, dass der Vorfall die Beziehungen zwischen Bagdad und Teheran nicht beeinträchtigen werde, und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Unruhen im Irak bald enden würden.

In der Nacht zum Sonntag griff eine Gruppe unter dem Deckmantel der Demonstrationen gegen die schlechte wirtschaftliche Lage im Irak, das Konsulat der Islamischen Republik Iran in Kerbela an. Unbekannte Angreifer haben in den letzten Tagen auch wiederholt Sicherheitskräfte und Regierungszentren in verschiedenen irakischen Städten angegriffen.

Angriff auf iranisches Konsulat in Kerbela

 

Irakische Beamte gaben an, dass diese Angriffe darauf abzielten, Aufruhr zu verursachen. Zuvor schon hatten einige irakische Staatsmänner vor den Bemühungen hinter den Kulissen gewarnt, die freundschaftlichen und strategischen Beziehungen zwischen Iran und dem Irak zu untergraben, die sich vor allem im Kampf gegen die IS-Terrormiliz zeigten.

Einige irakische Städte, darunter auch Kerbela, waren in den letzten Wochen Schauplatz der Proteste gegen die schlechte Lage im öffentlichen Dienst, den Mangel an Arbeitsmöglichkeiten und Korruption. Die Proteste haben sich jedoch in den letzten Tagen gewaltsam ausgeweitet, und Dutzende wurden getötet oder verletzt.

Die Proteste im Irak dauern an, obwohl die Regierung im vergangenen Monat vier Pakete zur Gewährleistung der Forderungen der Demonstranten vorlegte. Es gibt Hinweise darauf, dass die Demonstrationen im Irak nicht spontan erfolgten, sondern von außen geleitet wurden.

Die irakischen Hisbollah-Kräfte gaben kürzlich bekannt, dass die US-Regierung und das zionistische Regime aufgrund der Unzufriedenheit mit der Politik Bagdads in die jüngsten Unruhen im Irak verwickelt sind. Auch der Polizeichef von Basra erklärte, dass das zionistische Regime, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate bemüht sind, Frieden und Stabilität im Irak zu gefährden.

Einem weiteren Bericht zufolge hat der Befehlshaber der Operationen in Bagdad, General Qais al-Mohammadawi, die Aufhebung der Verkehrsverbote in Bagdad aufgrund der Zusammenarbeit der Bürger mit den Sicherheitskräften angekündigt. Seit Montag letzter Woche hatte das irakische Joint Operations Command wegen der fortdauernden Proteste gegen die Regierung ein Verkehrsverbot in Bagdad verhängt.

 

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