Nov 22, 2019 08:22 Europe/Berlin
  • Irans IAEA-Vertreter ruft europäische Länder zur Einhaltung ihrer Verpflichtungen auf

Wien (ParsToday) - Der iranische Vertreter bei der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) hat die europäischen Staaten aufgefordert, ihren Verpflichtungen aus dem internationalen Atomabkommen nachzukommen.

"Kazem Gharibabadi", Irans IAEA-Vertreter, erläuterte am Donnerstabnachmittag bei einer Sitzung des IAEA-Gouverneursrats in Wien die Position der Islamischen Republik in der Frage des Atomabkommens und sagte, statt die Reduzierung der Verpflichtungen Irans aus dem Atomabkommen zu kritisieren, sollten die europäischen Länder ihre Zusagen und Verpflichtungen aus dem Atom-Deal erfüllen und auch die "zerstörerischen Schritte der USA“  in dieser Frage kritisieren; denn nur so könne der Deal gerettet werden, unterstrich Gharibabadi.

Er kritisierte, dass die EU-Staaten bislang nichts unternommen hätten, um den Deal am Leben zu erhalten.

Ghabriabadi wies  ferner das  von den USA und Europäern geäußerte Risiko über die  Verbreitung der Nuklearaktivitäten  wegen der Aussetzung der Teile atomarer Verpflichtungen durch den Iran als unbegründet zurück  und betonte, alle bisherigen Schritte Teherans stünden im Einklang mit dem Atomabkommen, denn dies entsprächen genau den Artikeln 26 und 36 des Atom-Deals, die dem Iran erlaubten, Teile seiner Verpflichtungen aus dem Atomabkommen zu suspendieren, wenn sich die übrigen Vertragspartner nicht daran hielten, bekräftigte Irans IAEA-Vertreter.

Die Wiener Atombehörde habe dem Iran in mehreren Berichten bescheinigt, seine atomaren Verpflichtungen erfüllt und zum Teil auch übererfüllt zu haben, erklärte Gharibabadi. Er unterstrich, dass der Iran bereit sei, die bereits eingeleiteten Schritte sofort wieder rückgängig zu machen, sobald  die iranischen Vertragspartner auch ihrerseits ihre Verpflichtungen erfüllten.

Teheran habe seine atomaren Verpflichtungen erst ein Jahr nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen zurückgefahren, und dies beweise den guten Willen der Islamischen Republik, fügte Gharibabadi hinzu.

 

 

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