Dez 10, 2019 11:02 Europe/Berlin
  • Türkei will Soldaten nach Libyen schicken

Istanbul (IRNA) - Die Türkei ist bereit, nach Anforderung Libyens Soldaten in dieses Land zu schicken.

Die Türkei hat laut Erdogan ihre Völkerrechte genutzt, um ein Abkommen mit Libyen im Seeverkehr zu unterzeichnen. Die Türkei und Libyen dürften gemeinsame Bohrungen im östlichen Mittelmeer durchführen, so der türkische Präsident.

Das Abkommen mit der legalen libyschen Regierung die von der internationalen Gemeinschaft anerkannt worden ist, schützt laut dem türkischen Präsidenten die Rechte der beiden Länder. Der Text des Abkommens wurde bereits den Vereinten Nationen übermittelt.

Der  libysche Präsident Fayiz as-Sarradsch und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan

Der Übereinkunft wurde Ende November in Istanbul von Erdogan und dem libyschen Regierungschef Fayiz as-Sarradsch erzielt. Der Text wurde unter Verschluss gehalten, doch übereinstimmenden Medienberichten und Angaben von Regierungspolitikern beider Seiten zufolge enthält er zwei Kernpunkte: Sarradschs Regierung, die in Libyen beim Kampf gegen den General Khalifa Haftar in jüngster Zeit militärisch stark in Bedrängnis geraten ist, kann mit zusätzlichen türkischen Waffenlieferungen rechnen. Im Gegenzug erfüllt Sarradsch den türkischen Wunsch nach Festlegung einer gemeinsamen Seegrenze.

Recep Tayyip Erdogan sagte gestern dem türkischen staatlichen Fernsehsender TRT, er werde mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin über die Unterstützung Moskaus für den früheren libyschen General Khalifa Haftar sprechen.

Es hieß weiter, Ankara habe seine Bereitschaft zur Aufnahme von Gesprächen mit dem griechischen Ministerpräsidenten angekündigt. Zugleich bezeichnete er die Ausweisung des libyschen Botschafters aus Griechenland als einen internationalen Skandal und bekräftigte, Athen werde den Preis für sein Vorgehen auf internationaler Ebene zahlen müssen.

Erdogan sah das Abkommen mit Libyen als die stärkste Antwort auf die griechischen und zyprischen Bemühungen, die Türkei im Östlichen Mittelmeer einzuschränken und zu isolieren. Die Differenzen beziehen sich auf die Bohrungen und Explorationen an der Küste Zyperns.

Türkische Gasbohrungen vor Zypern

Die Türkei hat vor Kurzem das zweite Bohrschiff an die Küste Zyperns geschickt. Ankara werde die Bohrungen im Schwarzen Meer und sogar in internationalen Gewässern sowie im Mittelmeer fortsetzen, hob der türkische Präsident hervor.

"Der südliche Teil von Zypern, auch Ägypten, Griechenland und Israel dürfen ohne Zustimmung der Türkei keine Erdgasleitung in dieser Region bauen und wir werden diesbezüglich nicht nachgeben", hieß es weiter. Dagegen betonte der ägyptische Parlamentspräsident Ali Abdel-Al, sein Land akzeptiere die Aktivitäten keines ausländischen Staats an den westlichen Grenzen zu Libyen.

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