Jan 05, 2020 09:34 Europe/Berlin
  • Österreich schlägt Gipfel Iran-USA in Wien vor

Wien (IRNA/dpa)- Zur Reduzierung der Spannung zwischen Iran und den USA hat der künftige österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz ein Gipfeltreffen in Wien vorgeschlagen.

Wien stehe selbstverständlich als Standort für mögliche Verhandlungen zur Verfügung, wenn Iran und die USA wieder Gespräche führen wollten, sagte Kurz der "Bild am Sonntag". Zurzeit sehe es nach Verhandlungen jedoch weniger aus, meinte Kurz.

Nun sei es jedoch wichtig, die Situation nicht weiter eskalieren zu lassen. Diplomatie sei auch in dieser Situation der einzig richtige Weg, fügte Österreichs Bundeskanzler hinzu.

Heiko Maas fordert Gespräche mit Iran in Bezug auf regionale Entwicklungen

Der deutsche Außenminister Heiko Maas will auch direkte Gespräche mit Iran zur Beilegung der Konflikte im Nahen Osten. "Wir werden in den kommenden Tagen alle Hebel in Bewegung setzen, um einer weiteren Eskalation der Lage entgegenzuarbeiten - in den Vereinten Nationen, der EU und im Dialog mit unseren Partnern in der Region, auch im Gespräch mit dem Iran", sagte er der "Bild am Sonntag". Er stehe in engem Kontakt mit seinen britischen und französischen Kollegen, dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell und US-Außenminister Mike Pompeo.

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hatte aber gefordert, nach der Tötung des iranischen Generals durch die US-Armee alle etwa 120 deutschen Soldaten aus dem Irak abzuziehen. "Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eskaliert dramatisch", sagte Baerbock der Nachrichtenagentur dpa. 

Die Bundesregierung rief am Freitag nach dem Anschlag der USA auf den iranischen General Qassem Soleimani zwar zur Deeskalation auf, erklärte aber, dass auch die Bundesregierung die regionalen Aktivitäten des Iran mit großer Besorgnis ansehe. Irans Außenministerium hat die der Bundesregierung zugeschriebene Position zum tödlichen Anschlag der USA auf den General Soleimani und seine Begleiter verurteilt.

Diese Reaktion zeige, dass Deutschland von den Realitäten in der Nahostregion entfernt sei und sich bewusst oder unbewusst dem Weg des amerikanischen Staatsterrorismus angeschlossen habe, erklärte der Sprecher des iranischen Außenministers, Seyed-Abbas Mussawi

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